Ausstellung „Anfang“ im Haus Basten findet ihr Ende

Von: Georg Schmitz
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Vereinsvorsitzende und Künstler auf einen Blick: Friedel Heeg, Henriette Echghi-Ghamsari, Christoph Grundmann, Karin Thiel, Erika Giegla, Herbert Aretz und Willi Arlt (v.l.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Sieben Künstlerinnen und Künstler haben ihre Werke seit dem 19. Januar in der städtischen Galerie „Haus Basten“ ausgestellt. Angelehnt an die Premiere dieser Gemeinschaftsausstellung des Kulturvereins „GK KulturGut“ e. V. hatten sich die alle in der Stadt beheimateten Kunstschaffenden mit dem Titel „Anfang“ angefreundet.

„Hier findet der Anfang ein Ende“, zitierte Bürgermeister Thomas Fiedler aus Anlass der Abschlussveranstaltung einen Satz, der ihm ins Auge gefallen war. Statt zur Ausstellungs-Eröffnung, also zur Vernissage, hatte „GK KulturGut“ diesmal zur Finissage in die gute Stube der Stadt eingeladen.

Fiedler freute sich über die große Zahl der Besucher der Finissage, die selten bei einer Vernissage erreicht würde. Die Vorsitzende von „GK KulturGut“, Henriette Echghi-Ghamsari, reflektierte kurz die zurückliegenden Ausstellungswochen und kam zu dem Schluss, dass die erfolgreiche Präsentation für sich spreche. Die Bilder und Skulpturen hätten auch Anklang bei vielen Geschäftsleuten gefunden, die sich während des Neujahrsempfanges mit den Werken beschäftigen konnten.

Der Dank von Echghi-Ghamsari galt besonders den sieben ausstellenden Künstlern, die sie mit wenigen Worten vorstellte. Herbert Aretz habe sich auf seinen Reisen inspirieren lassen, hieraus entwuchsen Landschafts-Aquarelle in annähernd klassischem Stil. Willi Arlt verwende für die Gestaltung seiner Skulpturen das Material Baustahl. Die entstandenen Figuren visualisierten seine Gedanken und Gefühle.

Erika Giegla spiele bei ihrer Malerei mit Farbe und Licht, wobei sie das unvoreingenommene Experimentieren in den Vordergrund stelle und ihre Wahrnehmungen zu spontan angelegter Malerei führten.

Christoph Grundmann hat sich erst 2008 der analogen Fotografie angenommen. Mit der Polaroid-Kamera halte er einzigartige Momente fest. „Die Bilder von Friedel Heeg sind Stilleben und Porträt, wobei er Öl, Graphitstift und Rötelkreide verwendet“, wandte sich die Vorsitzende dem nächsten Künstler zu. Karin Thiel stelle ihre vielschichtigen Bilder aus Kunstharzlack, Acryl- und Ölfarbe vor.

Thiel nehme die Motivation aus der Malerei selbst. Die Fotografien von Horst Zocher zeigten den Zerfall und die morbide Schönheit der alten Ziegelei Teeuwen in Gillrath. Das Schwarz-Weiß seiner Bilder sorgt beim Betrachter für eine dem Anlass entsprechende Stimmung. Bis auf Horst Zocher, der sich im Krankenhaus befand, waren alle Künstler bei der Finissage anwesend und standen den Besuchern Rede und Antwort.

Kunst kommt von Können

Laudator Jürgen Wagner enthielt sich einzelner Bewertungen, zitierte aber einen Satz aus dem Duden: „Das Kunstwerk steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber seit der Moderne auch der Prozess selbst sein.“ Der Ausspruch „Kunst kommt von Können“ sei bekannt, und der Mensch könne so vieles. Wer sich nicht sicher sei, solle in sich hinein horchen und entdecke sicher ein Talent. Die ausstellenden Künstler von „Anfang“ waren zufrieden mit der Resonanz auf die gemeinsame Präsentation. „Vielleicht ist das ja der Start zu einer aktiven Künstlergruppe“, hofft Henriette Echghi-Ghamsari.

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