Gangelt - Ausgeglichener Haushalt in Gangelt einstimmig verabschiedet

Solo Star Wars Alden Ehrenreich Kino Freisteller

Ausgeglichener Haushalt in Gangelt einstimmig verabschiedet

Von: Karl-Heinz Hamacher
Letzte Aktualisierung:

Gangelt. Es war nicht nur die Einstimmigkeit, mit der der Haushalt der Gemeinde Gangelt verabschiedet wurde, es war auch der Wunsch nach Harmonie, der die Mitglieder der fünf Fraktionen im Rat einte.

Von dem ein oder anderen Nadelstich der Fraktionssprecher abgesehen, gewann der im Forum des Rathauses aufgestellte Tannenbaum von Minute zu Minute mehr an friedlicher Strahlkraft. Wenn es einen „Sieger“ an diesem Abend gegeben hat, dann war das wieder einmal der Beigeordnete Gerd Dahlmanns, der als Kämmerer für den Haushaltsentwurf verantwortlich zeichnet.

Unisono wurde sein sparsames und vor allem weitsichtiges Wirken gelobt und als eine der Grundfesten für die aktuell positive Situation der Gangelter Finanzen angesehen. Die Schuldenfreiheit der Gemeinde, die weiterhin Bestand haben wird, ist da nur die Überschrift über das Bündel der Maßnahmen, die Gangelt eine einmalige Stellung im Reigen der Nachbarkommunen verleiht.

Nur bei der Defizit-Prognose wünschte man dem Kämmerer ein wenig mehr Optimismus. 2012 war ein Defizit von 1,1 Millionen Euro prognostiziert, es wurde ein Plus von 1,5 Millionen Euro; 1,6 Millionen Euro in den Miesen sollte Gangelt im letzten Jahr sein, es wurde ein Gewinn von 300.000 Euro und auch die „roten“ 1,25 Millionen Euro für dieses werden wohl „schwarze“ 700.000 Euro werden – immer auf positive Steuereinnahmen (vornehmlich Gewerbesteuer) zurückzuführen.

Mit großer Sachlichkeit ging der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Milthaler seine Rede an. „Einen ausgeglichenen Haushalt unter den derzeitigen Rahmenbedingungen vorzulegen, ist eine Kunst, die nur ganz wenigen Kommunen vorbehalten ist!“ Er haderte – wie alle anderen auch – mit den Schlüsselzuweisungen der Landesregierung und der Umlage an den Kreis Heinsberg: „Beide gehen leider in die falsche Richtung und der Betrag, der für die Gemeinde übrig bleibt, wird immer weniger.“

Milthaler sprach von der guten Infrastruktur, die weiter ausgebaut werde und benutzte häufig das Wort Kontinuität für die Entwicklung der Gemeinde, die vom ersten Tag an von einer satten CDU-Mehrheit „regiert“ wird. Das große Streitthema des Jahres, die „Bauhofschelte“, die mit einem Brief der CDU öffentlich geworden war, streifte er nur und verwies auf den neu erarbeiteten Organisations- und Arbeitsplan. Ingrid Heim war für die Fraktion der Grün-Liberalen deutlicher.

Sie sprach von einer „öffentlichen Vorführung der Arbeiter des Bauhofes“, die „beschämend und in Bezug auf die Arbeitsmoral alles andere als förderlich“ gewesen sei. Helga Heinen, Sprecherin der Freie Wähler, war sicher, dass die CDU „fälschlicherweise die Mitarbeiter des Bauhofes für die Fehler der Verwaltung“ verantwortlich gemacht habe.

Es seien keine Anträge von Ratsfraktionen aus Kostengründen abgelehnt worden, stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Mansel fest. Sicherlich könnten die Wirtschaftswege in besserem Zustand und die Grünanlagen häufiger gepflegt sein; kostenlose Windeltonnen oder ein Sozialtarif für das Freibad wären wünschenswert. „Aber wir sind Realisten und verlangen nur das, was bezahlbar ist!“

Roger Schröder, Fraktionsvorsitzender der UB-Gangelt, wog die gesicherte Gegenwart und die Zukunft der Gemeindefinanzen ab, und verwies auf das Jahr 2017: Dann könnte die Ausgleichsrücklage verbraucht sein und es komme zum Eigenkapitalverzehr.

Dann wieder Kredite aufnehmen zu müssen, „kann mit Blick auf die nachfolgenden Generationen nicht unsere Zielsetzung sein!“ Beim Thema Sparen kam er, wie auch Helga Heinen, auf das Freibad zu sprechen. Beide wollen es auf keinen Fall schließen. Bei dem hohen Zuschussschussbedarf forderte man eine flexiblere Regelung der Öffnungszeiten, eventuell spezielle Tarife für Gangelter.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert