Geilenkirchen - Aus dem Schrecken der Vergangenheit die richtigen Schlüsse ziehen

Aus dem Schrecken der Vergangenheit die richtigen Schlüsse ziehen

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Geilenkirchen. Aus Anlass des Volkstrauertages findet am Sonntag, 13. November, um 11 Uhr auf dem Ehrenfriedhof neben der Pfarrkirche St. Marien wieder die zentrale Gedenkfeier der Stadt Geilenkirchen statt.

Als Vorsitzender des Ortsverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat Bürgermeister Thomas Fiedler zu dieser Veranstaltung die Freiwillige Feuerwehr, die Schützenbruderschaften von Geilenkirchen, Hünshoven und Bauchem, den Allgemeinen Turnverein, die Reservistenkameradschaften Geilenkirchen und Awacs, die Vertreter der Kirchengemeinden sowie Abordnungen der in Geilenkirchen stationierten Soldaten eingeladen.

Der Bürgermeister und der Kommandeur des Zentrums für Verifikationsaufgaben halten kurze Ansprachen und legen zusammen mit anderen Teilnehmern Kränze nieder. Die Gedenkstunde wird musikalisch umrahmt durch den Musikverein Prummern und den Spielmannszug Niederheid.

Neben den offiziell beteiligten Personen und Organisationen sind auch alle anderen Bürger, ihre Familien und ihre Freunde zur Veranstaltung am Volkstrauertag eingeladen. Um eine rege Teilnahme der Bevölkerung wird auch bei den Kranzniederlegungen bzw. Gefallenenehrungen an den Kriegsgräberstätten bzw. Ehrenmälern in den einzelnen Stadtteilen am Sonntag gebeten, und zwar in Immendorf (10 Uhr), Süggerath (9.15 Uhr), Prummern (9.45 Uhr), Teveren (10.15 Uhr), Kraudorf (10.15 Uhr), Gillrath (10.30 Uhr), Hatterath (10.30 Uhr), Grotenrath (10.30 Uhr), Lindern (11.15 Uhr), Beeck (11.45 Uhr), Tripsrath (9.15 Uhr) sowie in Würm (18 Uhr bereits am Samstag, 12. November).

Der Volkstrauertag ist einer der stillen Gedenktage, von denen der November gleich mehrere aufweist. Es ist ein Tag des Innehaltens, der Einkehr und des Mitfühlens. Die Bürger in Deutschland gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Jeder wird an diesem Tag andere Bilder vor Augen haben: Soldatenfriedhöfe, Baracken der Konzentrationslager, zerfetzte Leiber, Flüchtlingstrecks, ausgemergelte Menschen hinter Stacheldraht und vieles mehr.

Auch die junge Generation kennt diese Bilder, wenn auch nur aus Schulbüchern, Spielfilmen oder anderen Veröffentlichungen. 55 Millionen Menschen sind damals weltweit getötet worden. Hinzu kommen zahlreiche Verwundete. Allein in Deutschland wuchsen fast 2,5 Millionen Kinder als Kriegswaisen oder Halbwaisen auf. Nach wie vor werden Menschen in weiten Teilen der Welt Opfer von Krieg, Verfolgung, Vertreibung oder Terror.

Auch mit diesen Schrecken müssen sich die Menschen am Volkstrauertag auseinandersetzen. Der Volkstrauertag darf sich nicht in die Rückschau erschöpfen. Er mahnt, aus den Schreckensbildern der Vergangenheit die richtigen Schlüsse zu ziehen: gegen Krieg und Gewalt, für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit.
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