Aus dem Minus wird ein Plus für die Gemeinde Gangelt

Von: Dettmar Fischer
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Die positive Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen wie etwa aus dem Gewerbegebiet Gangelt-West lassen voraussichtlich aus einem erwarteten Minus ein Plus im Haushalt der Gemeinde werden. Foto: defi

Gangelt. Die Gemeinde Gangelt wird wohl auch die Erhöhung der Krankenhausfinanzierung, die die Landesregierung den Kommunen über einen Nachtragshaushalt voraussichtlich mit aufs Auge drücken wird, verschmerzen.

Wie Kämmerer Gerd Dahlmanns in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erläuterte, wird die Gemeinde vermutlich mit circa 67.000 Euro im Rahmen der kommunalen Beteiligung zur Krankenhausfinanzierung zur Kasse gebeten werden. Da gebe es natürlich Kommunen, die deutlich schlechter gestellt seien als die Gemeinde Gangelt, stellte Dahlmanns fest. Diese Feststellung wurde vom Finanzzwischenbericht 2017 untermauert, den die Verwaltung im Ausschuss vorlegte.

Abweichung zum Besseren

Anstelle eines Fehlbetrages von 1,7 Millionen Euro darf die Gemeinde sich demnach auf einen deutlichen Jahresüberschuss freuen. Der Finanzzwischenbericht wurde in der Gemeinde eingeführt, um im Hinblick auf die zum Jahresende anstehenden Beratungen des neuen Haushalts eine Information über den Ablauf des aktuellen Haushalts zu liefern. Die Verwaltung legt in diesem Bericht die wesentlichen Abweichungen zur Haushaltsplanung vor.

Die erheblichen Verbesserungen gegenüber der Haushaltsplanung werden insbesondere auf die Entwicklung der Gewerbesteuer zurück geführt. So sah die Haushaltsplanung 2017 Gewerbesteuereinnahmen von 2,95 Millionen Euro vor. Das voraussichtliche Ergebnis wird aber bei 6,2 Millionen Euro liegen. Erhebliche Nachfestsetzungen mit Anpassung der Vorausleistungen sind der Grund für die positive Entwicklung.

Bei den Gebührenkalkulationen für 2018 in Bezug auf Friedhofs- und Bestattungswesen, Abfall und Abwasser bleibt alles beim Alten. Bürgermeister Bernhard Tholen: „Wir versuchen seit Jahren, die Gebühren konstant zu halten.“

Lediglich beim Winterdienst musste die Satzung über die Straßenreinigung und die Erhebung von Straßenreinigungsgebühren nach unten angepasst werden. Aufgrund der milden Winter ergibt sich eine Verringerung der Gebühren, die für die Winterreinigung der Fahrbahnen anfallen. Die rückläufige Zahl der Asylbewerber in der Gemeinde Gangelt wird zwar zu weniger Aufwendungen führen, allerdings auch zu geringeren Erstattungsbeträgen des Landes.

Zum Tagesordnungspunkt Friedhofsgebühren merkte Helga Heinen von den Freien Wählern an, ihr sei aufgefallen, dass viele Leute nach Holland gingen, wenn eine Beisetzung anstünde.

Bürgermeister Tholen verwies darauf, dass die Gemeinde ihre Gebühren zwar mit denen anderer Kommunen vergleiche, bislang aber den Vergleich mit den Niederlanden nicht angestellt habe. Karl-Heinz Milthaler (CDU) erinnerte daran, dass die Gemeinde bei allen Gebühren kostendeckend zu arbeiten habe.

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