Augenschmaus für Oldtimer-Liebhaber

Von: Markus Bienwald
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Schöne und vor allem klassische Autorücken gab es beim leider etwas verregneten „Frühlingserwachen“ auf dem Gelände vom Loherhof en masse.
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Liebe auf den ersten Blick war es für Erich Meuffels, der seine wundervolle Alpine hegt und pflegt. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Automobile Kostbarkeiten konnten Oldtimer-Freunde auf dem Gelände des Loherhofes bewundern. Ob Sammler oder Schaulustige: Für jeden waren Wagen dabei, die das Herz höher schlagen ließen.

Da kann es der Natur und den Feldfrüchten noch so gut tun, wenn sich die Schleusen des Himmels öffnen und es regnet: Den Oldtimerfreunden ist manchmal schon ein Tropfen vom Niederschlag zu viel. „Ich hatte wirklich meine Zweifel, ob ich heute überhaupt anreisen soll“, sagte beispielsweise Rolf Heilmann aus Stolberg.

Doch die Lust, seinen klassischen britischen Roadster, einen tiefblauen Triumph Spitfire Mark III, Baujahr 1970, einmal auf die Bahn zu schicken, war zu verlockend.

Und schließlich hat der Wagen ja noch ein teilbares Verdeck. „Meinen Fahrerplatz kann ich dann ganz gut mit einem Regenschirm abdecken, dann bin ich auch schnell wieder im Auto“, erzählt Heilmann, während er den Schirm im Schauer aufspannt und an Ort und Stelle bringt.

Spaß hatten auch die vielen Gäste, die sich zum „Frühlingserwachen“ auf dem Gelände des Sportparks Loherhof einfanden. Viele hundert Menschen waren es, die nicht nur die sportlichen und kulinarischen Angebote unter die Lupe nahmen, sondern wegen der Liebe zum rollenden Kulturgut die Regenjacke anzogen.

„Benzingespräche“ hatte Cheforganisator Freddy Solty, selbst leidenschaftlicher Sammler, auf der Einladung versprochen. Und es wurde natürlich Wort gehalten.

So durften sich die Fans und diejenigen, die einfach mal etwas anderes als die ewiggleichen Kombilimousinen in Schwarz, Grau oder Weiß sehen wollten, über viele bunte Einsprengsel automobiler Baukunst freuen. Da gab es beispielsweise eine ganze Reihe alter Modelle von Mercedes Benz, die vor noch gar nicht allzu langen Jahrzehnten den Führungsanspruch der Marke verkörperten.

Da gab es aber auch die früher manchmal belächelten, aber für die Motorisierung der Massen so wichtigen Modelle von Glas oder Volkswagen.

Und es gab einen auf einem Anhänger zu reinen Showzwecken montierten U-Boot-Motor. Der war schon angesichts seiner schieren Ausmaße und seiner gewaltigen möglichen Leistung im bis zu vierstelligen Bereich den einen oder anderen Blick wert. Ein paar bange Blicke gen Himmel gönnte sich auch Erich Meuffels aus Geilenkirchen.

„Mein Auto ist ein ehemaliger Rennwagen, und trägt natürlich der Originalität zuliebe auch Semislicks, die sind bei Regen fast unfahrbar“, sagte er. Sein Wagen ist eine unfassbar metallicblaue Schönheit, die auf den Namen „Renault Alpine A110“ hört. Vor 16 Jahren traf der Blick von Erich Meuffels auf die flotte Französin, die unter Kennern dank ihrer Kombination aus geringem Gewicht, dem Heckantrieb, der Leistung und dem Sound viele Freunde hat.

„Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Meuffels, er hatte lange schon nach einem Fahrzeug dieser Baureihe gesucht. Den perfekt restaurierten Zustand hegt und pflegt er natürlich auch bei Regen, denn dieser Wagen, der knapp über der Grasnabe kauert, und die Verrenkungen beim Entern mit viel Fahrspaß belohnt, lässt immer die Sonne im Herzen des Besitzers scheinen.

„Ich habe den Wagen auch als Ausgleich zum stressigen Alltag, wenn ich drinsitze, kann ich wunderbar abschalten“, sagt Erich Meuffels. Und so ging es sicherlich den vielen Besuchern und Ausstellern, die einen tollen Tag mit vierrädrigen Schaustücken und Musik aus den 1950er- und 1960er-Jahren genossen.

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