Auf manchen Straßen geht gar nichts mehr

Von: Georg Schmitz
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Unfall auf eisglatter Fahrbahn: Die 26-jährige Autofahrerin rutsche gestern vor Scherpenseel mit ihrem Pkw unter einen Lkw.

Geilenkirchen/Übach-Palenberg/Gangelt. Schneeverwehungen hatten Mittwochmorgen für Chaos auf verschiedenen Straßen um Geilenkirchen und Übach-Palenberg gesorgt. Besonders während des Berufsverkehrs, in der Zeit zwischen 6 und 8 Uhr, war mancherorts kein Durchkommen mehr.

Durch Schneeverwehungen und Glatteis ausgelöst, kam es zu einigen Verkehrsunfällen, bei denen es zumeist bei Blechschäden blieb. Auf der Landstraße 42 zwischen Scherpenseel und Siepenbusch erlitt eine Autofahrerin allerdings leichte Verletzungen.

Gegen 6.30 Uhr war sie mit ihrem Pkw in Richtung Scherpenseel unterwegs. An einer Engstelle wollte sie abbremsen, geriet mit ihrem Fahrzeug auf der glatten Fahrbahn ins Schleudern und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen. Ein Polizeibeamter stellte bei der Überprüfung der Bereifung fest: „Am Auto sind ordnungsgemäß Winterreifen aufgezogen”. Die L 42 wurde aufgrund der winterlichen Ereignisse bis zur Kompletträumung für einige Stunden zwischen Siepenbusch und Scherpenseel gesperrt.

Die Autofahrerin wurde mit dem Rettungswagen ins Geilenkirchener Krankenhaus gebracht, konnte dieses laut Polizeibericht nach einigen Untersuchungen verlassen. Dramatisch entwickelte sich die Situation auch auf der Landstraße 228 zwischen Lindern und Linnich, der Kreisstraße 6 von Lindern nach Gereonsweiler, der K 3 zwischen Gillrath und Birgden und der K 13 zwischen Gangelt und Langbroich. Hier blieben mehrere Autos in den Schneeverwehungen stecken und kamen nicht mehr von der Stelle.

Auch fuhren sich einige Lastkraftwagen fest, die dann mit schwerem Gerät befreit werden mussten. In Lindern halfen Landwirte den Autofahrern, mit ihren Traktoren die festgefahrenen Gefährte wieder aus Gräben oder Schneeverwehungen zu ziehen. Die L228 zwischen Lindern und Linnich und die K 3 zwischen Gangelt und Langbroich mussten sogar gesperrt werden, damit die Fahrbahnen geräumt und die Fahrzeuge geborgen werden konnten.

Gegen 9 Uhr waren die meisten Strecken wieder befahrbar. Die Bauhöfe der Kommunen waren ebenfalls pausenlos im Einsatz. „Seit 4 Uhr morgens sind wir auf den Beinen”, bestätigt der Leiter des Bauhofes Geilenkirchen, Wolfgang Jansen. Zuerst seien die Mitarbeiter mit Nassstreuer unterwegs gewesen, um mit der Salzsole die Straßen abzustreuen, die hohe Priorität genießen. Das sind naturgemäß die Hauptstrecken, die im Berufsverkehr die höchste Verkehrsdichte aufweisen.

Bei Ostwind

Im Anschluss würden die Nebenstraßen geräumt, und das waren am Mittwoch die bekannten Problemzonen. „Wie immer bei Ostwind, erläutert Jansen, seien dies die alte B 56 zwischen Geilenkirchen und Immendorf, der Pater-Briers-Weg nach Prummern, die Verbindungsstraße Immendorf-Prummern, die Flugplatzstraße, der Grenzweg in Grotenrath und die Quimperlstraße. Wolfgang Jansen und zwei seiner Mitarbeiter sind gegen 10 Uhr mit dem Räumfahrzeug auch zwischen Hochheid und Süggerath tätig. Der Wind weht zu diesem Zeitpunkt noch immer „dünnen Schneestaub” auf die Straße.

Fußtruppen unterwegs

„Unsere Fußtruppen streuen im Moment die Gehwege in Geilenkirchen mit abstumpfenden Mitteln ab”, sagt der Bauhofleiter und appelliert gleichzeitig an die Menschen, den Schnee nicht auf die Straßen zu schaufeln. Dies werde zunehmend von Anwohnern getan, die sich aber nicht bewusst seien, dass dadurch das Problem nur verschlimmert wird. Jansen: „Bei diesen Minustemperaturen friert der Schnee sofort wieder an, wird platt gefahren, und dann ist es spiegelglatt”.

Bürgermeister Thomas Fiedler verweist bei der Gelegenheit auf ausreichende Salzvorräte. Jansen erhält den nächsten Anruf auf seinem Handy, und wieder ruft ein Bürger an und meldet ein Schneeproblem. Derweil warnt die Polizei: „Es muss auch weiterhin mit witterungsbedingten Behinderungen im gesamten Kreisgebiet gerechnet werden.”
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