Auch Störche sollen in der Region siedeln

Von: hama
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Bei der Kopfweidenpflege sind Helfer immer gerne gesehen. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Bei der Generalversammlung der Naturschutzbund-Ortsgruppe (Nabu) Rodebach, Saeffelbach, Kitschbachtal wurde der Vorstand bestätigt, ein Blick auf das abgelaufene Jahr getan und nach vorne geschaut.

Mit Franz Oschmann als Vorsitzendem und Franz-Josef Schippers als seinem Stellvertreter wird die Gruppe auch in diesem Jahr wieder viele Projekte rund um Umwelt- und Naturschutz in Angriff nehmen.

Maria Jacobs hatte sich viel Arbeit gemacht und mittels 171 PowerPoint-Folien all das in Bild und Wort zusammengefasst, was eine eher kleine Gruppe an freiwilligen Helfern im vergangenen Jahr so alles geschafft hat. Das letzte Projekt war das Anlegen beziehungsweise Pflegen einer Streuobstwiese am Gewerbepark in Gangelt. Diese Arbeit wird natürlich ebenso fortgesetzt wie das immer wiederkehrende Projekt der Kopfweidenpflege.

Mittlerweile sind es 700 bis 800 Bäume, die vom Nabu gepflegt werden. Diese Arbeit ist von einer kleinen Gruppe kaum zu schaffen, und so regte Franz Oschmann an, dass man darüber nachdenken solle, ob man sich nicht auf die „ökologisch wertvollen Bäume” beschränken soll. Dazu gehört beispielsweise die Reihe Weiden zwischen Kahnweiher und Rodebach, wo die Tierwelt keinerlei Störungen erfährt.

Uninteressanter dagegen sind die ebenfalls herrlich anzusehenden Reihen entlang des Rodebaches, wo aber brütende Tiere an einer „Fahrradautobahn” gebaut haben. Maria Jacobs erinnerte nicht nur an die vielen Arbeitseinsätze, sondern auch Ausflugsfahrten, die zu Narzissenwiesen, Eifelhecken oder den Wildgänsen geführt haben.

Auch ein Bibergebiet am Niederrhein wurde besucht. Hier zeigt man sich seitens des Nabu gespannt darauf, ob der Biber auch wieder den Weg in den Naturpark findet. Die Untere Landschaftsbehörde hatte sich gegen ein Aussetzten der Tiere ausgesprochen.

Ein besonderer Dank ging an die Eheleute Grothe aus Langbroich, die immer wieder ihren Hof für Feste des Nabu zur Verfügung stellen. „Einmalig, wie die beiden unserem Verein entgegenkommen”, so Oschmann. In Viersen klappt es schon: Aber auch Gangelt und Selfkant wollen mit entsprechenden Nisthilfen die Störche wieder in die Region locken. Die Arbeiten dafür stehen an.

Der Hirschkäferbrutplatz wurde vorgestellt, auf die Aktion mit den 35 verteilten Steinkauzröhren hingewiesen und der große Erfolg mit dem Nistplatz für Turmfalken an der Windmühle Breberen vorgestellt. Gleich im ersten Jahr gibt es hier fünffachen Nachwuchs.

Während Ina Grün eine spezielle Singvogel-Pflegestation betreibt, konnte Thomas Henkens nicht nur von guten Erfolgen in seiner Greifvogelpflegestation berichten. Seit 1999 hat er 255 Vögel bekommen und davon 158 wieder auswildern können.

Zum Internetstar wurde dabei ein gewöhnlicher Falke, der auf kuriose Weise zu dem Namen „Chantal” kam.

Die Auswilderung des Vogels wurde in einem Video festgehalten und auf YouTube veröffentlicht. Thomas Henkens wunderte sich zuerst über die enorme Zahl der Zugriffe, die sich aber dann erklärte, als der Name des Videos, „Chantal zieht aus”, einer näheren Betrachtung unterzogen wurde.

Artenschutz durch künstliche Nisthilfen speziell für Schleiereule, Steinkauz, Turmfalke, Hohltaube, Gartenrotschwanz, Fledermaus, steht in den kommenden Monaten an. Zusammen mit dem Kreis Heinsberg werden im Bruch noch mehr so genannte Blänken (Mulden mit Wasser) geschaffen.

Ansonsten werden für das klassische Jahresprogramm wie die Biotoppflege, die Kopfbaumpflege inklusive der Weiden und Kartierungsarbeiten im Naturpark noch dringend freiwillige Helfer gesucht.

Jeder ist eingeladen, sich am zweiten Dienstag eines Monats ab 19.30 Uhr in der „Brommler MühleÓ, Schinvelder Straße 51, in Mindergangelt über die Nabu-Arbeit zu informieren.
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