Auch das gibt's: Lob fürs Rathaus aus Neu-Teveren

Von: jpm
Letzte Aktualisierung:
12136716.jpg
So idyllisch die Fliegerhorstsiedlung auf den ersten Blick wirkt, so oft kracht es dort im Gebälk. Hinsichtlich der Unterbringung von Asylbewerbern wurden aber offenbar Fortschritte erzielt. Foto: Jan Mönch

Geilenkirchen-Teveren. Mitteilungen aus der Fliegerhorstsiedlung in Neu-Teveren haben meist keinen sehr erfreulichen Hintergrund, üblicherweise prangert die dortige Bürgerinitiative (BI) – zurecht – die anhaltenden Missstände in ihrem Viertel an. Doch es geht auch anders, wie eine Info beweist, die Vorsitzender Norbert Grimm nun rausschickte.

Darin geht es um die in der Fliegerhorstsiedlung untergebrachten Asylbewerber. Grimms Fazit lautet, dass zurzeit „kein Anlass besteht, eine Überbeanspruchung unseres Sozialgefüges hier zu befürchten“. Die Verwaltung habe verstanden, dass eine Überbeanspruchung vermieden werden müsse.

Es ist nicht allzu lange her, da klang das noch ganz anders. Im September hatte Norbert Grimm der Stadt Wortbruch vorgeworfen, weil statt der angekündigten zehn mittlerweile 17 Häuser für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt wurden. Auch gab es Klagen von Anwohnern wegen nächtlicher Ruhestörung durch Asylbewerber.

Die Situation hat sich offenbar entscheidend verbessert, was auch, aber nicht nur mit der rückläufigen Zahl an Asylbewerbern zusammenhängt. In Spitzenzeiten seien 120 Menschen in der Fliegerhorstsiedlung untergebracht gewesen, schreibt Grimm, nun seien es lediglich 80. „Von einer weiteren Reduzierung ist auszugehen, da es sich bei einem Teil unserer neuen Nachbarn um Menschen aus sogenannten sicheren Herkunftsländern handelt, die nach aktueller Gesetzeslage des Asylrechts mittelfristig in ihre Heimatstaaten zurückgeführt werden.“

Zugleich scheine die Integration „auf einem guten Weg“ zu sein. „Die Lösung einzelner Probleme durch die Stadt Geilenkirchen wird immer besser und schneller“, so Grimm. Auch der Informationsaustausch sei gut. Besonders hebt er außerdem die gemeinnützige Arbeit dreier Asylbewerber hervor, die die Pflege der Gärten und Vorgärten der Unterkünfte übernehmen. Diese Arbeiten würden mit einem Stundenlohn von nur 1,05 Euro entlohnt.

Nachbelegung nicht geplant

Der Mitteilung von Norbert Grimm vorangegangen war ein Treffen mit Yvonne Wolf, bei der Stadt zuständig für die Flüchtlingsbetreuung. Dabei sei signalisiert worden, dass eine Nachbelegung der 17 Häuser nicht geplant sei. Neuankömmlinge sollten vielmehr in vorhandenen und zukünftig entstehenden Unterkünften untergebracht werden.

In der Vergangenheit hatte sich die Bürgerinitiative einerseits zwar kritisch zu den als zu hoch empfundenen Flüchtlingszahlen geäußert. Integrationsarbeit hatte sie aber dennoch stets geleistet, beispielsweise durch das integrative Siedlungsfest. Hiervon soll im September eine zweite Auflage stattfinden, die Grimm nun bekannt gibt: Der Termin ist am Samstag, 10. September, um 13 Uhr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert