Artisten, Dompteure und Clowns: Akrobatik unterm Zirkuszelt

Von: Georg Schmitz
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Die zwei schwarzen Friesen unter Dresseur Benjamin Kaselowsky begeisterten zu Beginn der Veranstaltung das Publikum. Es ist gar nicht so leicht, die Tiere im Gleichschritt laufen oder sie auf der Stelle drehen zu lassen. Foto: Georg Schmitz
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Ohne Netz und doppelten Boden: Sina am Römischen Ring. Rechts im Bild die kleine Jamie, eine der jüngsten Akteure des Zirkus Aladin-Bossle. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Rund 100 Menschen haben bei der Premiere des Doppelzirkus Aladin-Bossle am vergangenen Donnerstag in Geilenkirchen Zirkusluft geschnuppert. Mit Zirkus assoziieren die Menschen Artistik und Tierdressuren, Clownerie und Jonglage – all dies bietet das zweite Geilenkirchener Zirkusfestival noch bis einschließlich Sonntag im beheizten Zweimastzelt auf dem Wiesengelände an der Herzog-Wilhelm-Straße.

Mit drei Dutzend Fahrzeugen, darunter Wohn-, Garderobe-, Geräte- und Tierwagen, sind die beiden Zirkusfamilien aus dem Winterquartier kommend in Geilenkirchen eingetroffen. Fast alle haben vor dem ersten Gastspiel in diesem Jahr an dem Zwei-Mast-Zelt mit rund 20 Meter Durchmesser Hand anlegt, bevor die ersten Sitzbänke aufgestellt werden konnten.

An die kalten Wintertage mit viel Schnee werden sie sich auch später noch erinnern. Denn als sie im Konvoy am vergangenen Samstag anrollten, ging am Mausberg nichts mehr. „Wir mussten unsere Fahrzeuge oberhalb stehen lassen und warten, bis gestreut war“, erzählt Tunita Bossle.

Aber die Schneetage sind vorbei und nun sieht die Welt für die Zirkusleute schon besser aus. Artistik und Akrobatik stehen im Mittelpunkt der Show, aber auch die Tiernummern fanden bei der Premiere viele Freunde.

In acht Meter Höhe

Schon als die zwei schwarzen Friesen unter Dresseur Benjamin Kaselowsky (31) einliefen ging ein Raunen durch die Besucher. Viele wissen, wie schwer es ist, die stämmigen Pferde im Gleichschritt durch die Manege zu führen oder sie auf der Stelle drehen zu lassen.

In acht Meter Höhe, ohne Netz und doppelten Boden, zeigte Sina am Römischen Ring ihr artistisches Können unter der Zirkuskuppel. Die beiden Clowns Otto und „Banane“ brachten Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Lachen, bevor Loreen sich mit bis zu zehn Hula Hupp-Reifen beschäftigte. Die beiden Ponys „Pumuckl“ und „Bingo“ stürmten in die Arena und erfreuten das Publikum mit ihrer ungezügelten Laufbereitschaft. Mit Jamie und Jason verzauberten die jüngsten Akteure die Mütter und Väter. Angeleitet von Papa Benjamin zeigte das Duo bei der Handakrobatik wie gelenkig der Mensch in jungen Jahren sein kann. Die Sechs- und Siebenjährigen genießen eine Ausbildung in der Artistenschule und werden in einigen Jahren weitaus schwierigere Aufgaben übernehmen.

Die Geschwister Dennis und Leon Bossle zeigten im Anschluss Jonglagekunst mit Bällen, Ringen, Keulen und Feuer. Sascha Bügler widmete sich als Feuerschlucker später ebenfalls der „offenen Flamme“. Im Laufe des knapp zweistündigen Programms kamen noch ein Dutzend weiterer Akteure zum zirzensischen Einsatz, sei es als Artist, Clown oder Tierdompteur.

Eine Schlange namens Tiger

Für die Kinder war es sicherlich auch ein Erlebnis, die Riesenschlange mit Namen „Tiger“ streicheln zu dürfen. Der Tigerpython misst über vier Meter Länge und wiegt mehr als 30 Kilogramm, die von Jennifer und Jessica gestemmt werden mussten. Bei Popcorn und Zuckerwatte ging die Zeit für die Zuschauer wie im Fluge vorbei, und nach dem großen Finale waren sich alle einig, dass sich der Besuch gelohnt hat. Am Samstag findet die Vorstellung um 15.30 Uhr statt, während das letzte Gastspiel am Sonntag bereits um 14 Uhr beginnt.

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