Geilenkirchen - Aquafitness ist im neuen Gelobad der große Renner

Aquafitness ist im neuen Gelobad der große Renner

Von: st
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Die Fitnesskurse im Geilenkirchener Schwimmbad sind ausgebucht, das Angebot wird erweitert. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Veronika Heupgen, Fachangestellte und geprüfte Meisterin für Bäderbetriebe, präsentierte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung, Sport und Kultur eine Erfolgsgeschichte: Für das im Juni eröffnete Gelobad gibt es bisher allenthalben großes Lob.

58 Stunden in der Woche ist es für die Öffentlichkeit geöffnet, 31 Stunden wird es von den Schulen genutzt. Und der ATV Geilenkirchen, die DLRG, die Behinderten-Sportgemeinschaft und der Kreissportbund halten sich insgesamt 9,5 Stunden in der Woche im Wasser auf.

Groß ist der Andrang auf die sportlichen Angebote, die nahezu allesamt ausgebucht sind. Ob Aquaogging oder Wassergymnastik für Senioren, die Badleiterin und ihr sechsköpfiges Team stoßen fast an ihre Grenzen. Auch wenn das Aquatrampolinspringen „wie eine Bombe eingeschlagen ist“, wie Veronika Heupgen sagte, will sie mit einem weiteren Angebot Werbung für das Gelobad machen. Wahrscheinlich schon im nächsten Monat wird Aquacycling auf dem Kursplan stehen. Zehn Räder stehen bereit, nur eine Rampe muss noch eingebaut werden.

Die Ausschussmitglieder schauten recht zufrieden in die Runde. Dennoch fragte CDU-Fraktionschef Max Weiler angesichts der nahenden Weihnachtszeit: „Was wünschen Sie sich denn noch für das Bad?“ Eigentlich schien Veronika Heupgen wunschlos glücklich zu sein, wenn da nicht so manche Stimmen von Badegästen laut wurden, die sich im Schwimmerbecken etwas wärmeres Wasser wünschen. 28 Grad beträgt hier die Wassertemperatur, „eine ganz normale Sportbeckentemperatur“, wie Heupgen versicherte.

„Schwimmt etwas schneller“, ruft sie den Kritikern dann zu und springt beispielhaft selbst ins kühle Nass. Vielleicht könne man die Wassertemperatur um ein Grad erhöhen, schlug sie dennoch vor. Dieses eine Grad, so warnte sie aber auch, würde so immense Kosten verursachen, dass man unter Umständen den Eintrittspreis um 50 Cent erhöhen muss.

SPD-Fraktionschef Christoph Grundmann regte an, über die Öffnungszeiten am Wochenende, besonders an den Samstagen, nachzudenken. Von acht bis 15 Uhr schien ihm zu kurz: „Könnte man das Bad nicht zumindest samstags länger öffnen?“, fragte er. Gort Houben, Leiter des Amtes für Bildung und Wirtschaft, sagte, das alte Bad habe man samstags länger offen gehalten, diese Badezeiten seien aber kaum genutzt worden.

Karin Hölscher, Vorsitzende des Stadtsportverbandes Geilenkirchen, hatte von Wartelisten für Schwimmkurse gehört. Heupgen bestätigte, dass 60 Kinder auf der Warteliste für Seepferdchenkurse stehen. Mehr Kurse könnten sie und ihre Mitarbeiter während der regulären Arbeitszeit nicht anbieten.

Da das Interesse aber so groß sei und die Wartelisten länger würden, wollten einige Mitarbeiter in ihrer Freizeit Schwimmunterricht anbieten. „Aber auch dann noch wird die Nachfrage so groß, dass wir die Liste kaum abarbeiten können“, sagte Gort Houben.

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