Anschwimmen nur ein kurzes Vergnügen

Von: Markus Bienwald
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Man sieht, wie frisch das Wasservergnügen beim Anschwimmen im Ü-Bad war, denn die Gesichtsausdrücke von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, Dietmar Lux, Walter Junker und Ralf Gottschlich (v.l., alle CDU) sprechen Bände. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Die Gesichter derjenigen, die sich ins noch kühle Wasser der Freibadfläche am Ü-Bad wagten, sprachen Bände. Zwar gab es Sonne satt beim Feiertags-Anschwimmen am 1. Mai. Doch mit der Wärme haperte es ein wenig, genauso mit den Offiziellen.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (CDU)machte das im Gegensatz zum Freibecken in Gangelt nicht beheizte Wasser aber nichts aus. Eine Lufttemperatur von um die 20 Grad Celsius, dazu noch ein frisches Lüftchen, garantierten richtig erfrischende Wassererlebnisse im Bad. Natürlich nahmen Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, sein Schwager Walter Junker, Ralf Gottschlich und Dietmar Lux, die als erste in die noch glatten Fluten des blitzblanken Bades tauchten, erstmal ein Fußbad, um nicht gleich einen Schock durch den Temperaturunterschied zu bekommen. „Wenn man mal drin ist, ist es sehr angenehm“, ließ ein strahlender Wolfgang Jungnitsch wissen.

Drinnen im Hallenbad machten sich derweil rund 30 Kinder warm, um draußen im Freibecken nach ein paar kleinen Belohnungen aus Bürgermeisterhand zu schwimmen. Einige von ihnen nutzen auch die Gelegenheit, einmal die tolle Doppelrutsche des Freibades zu testen, doch schon nach rund 30 Minuten beschlossen sie geschlossen, im Hallenbad ihr Feiertagsbad fortzusetzen. Ob des kühlen Windes, der im Verbund mit dem kühlen Wasser auf der Haut schnell für unangenehme Kälte sorgte, packten aber auch die Offiziellen schnell wieder die Badehose ein.

Schwimmmeisterin Sabine Maas machte das kurze offizielle Eintauchen nichts aus. Schließlich haben sie und ihr Team in enger Zusammenarbeit mit dem Technischen Betrieb der Stadt Übach-Palenberg auf diesen Tag hingearbeitet, alles perfekt für die Sommersaison eingerichtet. Die Strandkörbe sind bestens präpariert, der Sand fein geharkt, und das gesamte Gelände ist wie geleckt. Das soll so sein, schließlich gibt es an Wochenenden bei Badewetter im Schnitt täglich 2000 Gäste. „An einem Top-Tag im letzten Jahr waren es sogar 3000“, erinnert sich die Frau, die gleichzeitig Betriebsleiterin des Bades ist, „aber dann gibts nur noch Stehplätze.“

Sie kennt das Bad noch aus den Zeiten, als es das Freibad mit Hallenbad noch ohne den Zusatz „Ü-Bad“ gab. Und sie kennt die komplette Geschichte des Umbaus Ende der 2000er-Jahre bis heute. Und mehr denn je, da ist sie ganz sicher, läuft das Bad optimal, technisch zumindest.

Das Defizit, das das Ü-Bad dem Stadtsäckel regelmäßig beschert, kann zumindest durch technische Einstellungen nicht verringert werden. Auch die Auslastung ist optimal. „Unser Wasser ist besser als das, was als Trinkwasser geliefert wird“, erzählt sie, „das Gesundheitsamt stellt höchste Anforderungen, und wir können das mit unserer ausgezeichneten Anlagentechnik problemlos umsetzen.“ Das war vor wenigen Jahren noch schwieriger, denn erst mit der Komplettsanierung des Hallenbades wurde die Umsetzung der Anforderungen problemloser. Obwohl hygienisch stets alles einwandfrei gewesen ist, waren die veralteten und teils immer wieder defekten Anlagen aus der Gründerzeit des Hallenbades in den 1970er-Jahren oft ein Vabanquespiel.

Natürlich ist Sabine Maas bei insgesamt 450 Quadratmetern Wasserfläche in allen zur Verfügung stehenden Becken nicht alleine in dem Wassertempel an der Übacher Dammstraße.

„Das läuft nur mit guten Mitarbeitern“, weiß sie, mit ihr sind es acht Festangestellte und vier Aushilfen, die vor allem bei Open-Air-Sommerbetrieb sehr viel leisten müssen.

„So ein Mitarbeiterteam würde sich der ein oder andere wünschen, die Kollegen sind engagiert und arbeiten beinahe bis zum Umfallen“, schließt Sabine Maas. Neben dem Wunsch, das technisch hervorragende Ü-Bad immer offen zu halten, hat sie aber noch einen ganz großen Wunsch. „Was wir brauchen, ist ein vernünftiger Sommer, das wär mal was“, lacht sie.

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