Übach-Palenberg - Anschwimmen im Freibad: Jetzt kann der Sommer kommen

Anschwimmen im Freibad: Jetzt kann der Sommer kommen

Von: Markus Bienwald
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Erst sitzen und mit dem Wasser spritzen: so tauchten DLRG-Vertreter Jürgen Kastler, Dietmar Lux und Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch in die Freibadsaison im Ü-Bad ein. Foto: Markus Bienwald
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Sabine Maas, Schwimmmeisterin im Ü-Bad, hat mit ihrem Team die Badesaison bestens vorbereitet. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Die Angst ging um im Übach-Palenberger Rathaus. Es war die Angst vor dem vorhergesagten Wetter, denn eigentlich war das traditionelle Anschwimmen im Freiwasser des Ü-Bades für Pfingstsamstag vorgesehen.

„Angesichts der Wettervorhersage entschieden wir uns allerdings, diesen schönen Termin um zwei Tage vorzuverlegen“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Und die Wahl schien richtig gefallen zu sein, denn beim vorgezogenen Termin gab es Sonne satt und Temperaturen über 20 Grad. Und das sogar im Wasser, obwohl das Becken nicht beheizt ist wie beispielsweise im Gangelter Freibad.

Drei tapfere Anschwimmer

23 Grad Wassertemperatur vermeldete Schwimmmeisterin Sabine Maas, ehe mit dem Verwaltungschef noch Dietmar Lux und Jürgen Kastler von der DLRG-Ortsgruppe Übach-Palenberg ins Wasser tauchten. Wie kühl sich das auf der Haut anfühlen kann, erlebten die drei Schwimmer schon unter der Dusche, doch einmal im Wasser – so besagt es schließlich auch die alte Freibadregel – ist es dann angenehm. Durch den sehr kurzfristig vorverlegten Termin war naturgemäß auch der Andrang bei den Offiziellen und auch bei den Gästen sehr mäßig. Denn erst, als sich die drei tapferen Anschwimmer schon wieder in den von den kräftigen Frühlingssonnenstrahlen schön aufgewärmten Bademantel hüllten, wagten sich ein paar versprengte Badegäste in das sich weit spannende Blau des Übacher Freibades.

Drinnen im Hallenbad war unterdessen auch nicht sehr viel los, so machten sich nur wenige dazu auf, um draußen im Freibecken nach den begehrten Ringen zu schwimmen. Denn für jeden aus dem Wasser geholten Ring gab es eine Freikarte für das Hallenbad. Am Samstag wird das Spektakel noch einmal wiederholt. Dann wird übrigens auf der Fläche vor dem Ü-Bad noch eine Nixen-Skulptur enthüllt. Eigentlich war das von der Stadt als kombiniertes großes Event geplant: Statue enthüllen und beim besten Badewetter aus den spiegelglatten blauen Fluten ein feucht-fröhliches Badevergnügen machen.

Schwimmmeisterin Sabine Maas machte das kurze offizielle Eintauchen nichts aus. Schließlich haben sie und ihr Team in enger Zusammenarbeit mit dem Technischen Betrieb der Stadt Übach-Palenberg auf diesen Tag hingearbeitet, alles perfekt für die Sommersaison eingerichtet. Die Strandkörbe sind bestens präpariert, der Sand fein geharkt, und das gesamte Gelände ist wie geleckt. Das soll so sein, schließlich gibt es an Wochenenden bei Badewetter im Schnitt täglich 2000 Gäste. „An einem Top-Tag im vergangenen Jahr waren es sogar 3000“, erinnert sich die Frau, die eigentlich Betriebsleiterin des Bades im Titel trägt, „aber dann gibts nur noch Stehplätze“. Sie kennt das Bad noch aus den Zeiten, als es das Freibad mit Hallenbad noch ohne den Zusatz „Ü-Bad“ gab. Und sie kennt die komplette Geschichte des Umbaus Ende der 2000er-Jahre bis heute. Und mehr denn je, da ist sie ganz sicher, läuft das Bad optimal, technisch zumindest.

Das Defizit, das das Ü-Bad dem Stadtsäckel regelmäßig beschert, kann zumindest durch technische Einstellungen nicht verringert werden. Auch die Auslastung ist optimal, ebenso die Wasserqualität. „Unser Wasser ist besser als das, was als Trinkwasser geliefert wird“, erzählt sie, das Gesundheitsamt stellt höchste Anforderungen, und wir können das mit unserer ausgezeichneten Anlagentechnik problemlos umsetzen.“ Das war vor wenigen Jahren noch schwieriger, denn erst mit der Komplettsanierung des Hallenbades wurde die Umsetzung der Anforderungen problemloser.

Obwohl hygienisch stets alles einwandfrei gewesen ist, waren die veralteten und teils immer wieder defekten Anlagen aus der Gründerzeit des Hallenbades in den 1970er-Jahren oft ein Vabanquespiel. Natürlich ist sie bei insgesamt 450 Quadratmetern Wasserfläche in allen zur Verfügung stehenden Becken nicht alleine in dem Wassertempel an der Übacher Dammstraße.

„Das Ganze läuft nur mit guten Mitarbeitern“, weiß sie, mit ihr sind es acht Festangestellte und vier Aushilfen, die vor allem bei Open-Air-Sommerbetrieb sehr viel leisten müssen. „So ein Mitarbeiterteam würde sich der eine oder andere wünschen, die Mitarbeiter sind engagiert und arbeiten beinahe bis zum Umfallen“, sagt Sabine Maas.

Neben dem Wunsch, das technisch hervorragende Ü-Bad mit großem Angebot immer offen zu halten, hat sie aber noch einen ganz großen Wunsch. „Was wir brauchen, ist ein vernünftiger Sommer, das wär mal was“, lacht sie, „nicht nur an einem Wochenende wie im vergangenen Jahr“.

Die Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten des Ü-Bades während der offiziellen Freibadsaison bis einschließlich 6. September sind: Freibad: bei schönem Wetter: außerhalb der Sommerferien: montags bis freitags von 10 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 8 bis 19 Uhr; während der Sommerferien: montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 8 bis 19 Uhr; Hallenbad: außerhalb der Sommerferien: immer montags bis freitags von 7 bis 10 Uhr, bei schlechtem Wetter: montags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie dienstags, mittwochs und freitags von 14 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 8 bis 19 Uhr; während der Sommerferien: nur bei schlechtem Wetter: montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 8 und 19 Uhr.

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