Gangelt - Anmeldezahlen sind Vorausetzung für neue Schulen

Anmeldezahlen sind Vorausetzung für neue Schulen

Von: hama
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Gangelts Schulen blind in die Zukunft? Um dem vorzubeugen, diskutierte der Schulausschuss den Schulentwicklungsplan. Hier ein Bild vom Schulfest der Realschule Gangelt. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Es könnte eine Gesamtschule am Doppelstandort Gangelt und Selfkant entstehen, ein Gymnasium wäre auch möglich. Derzeit sieht Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen allerdings keinen Handlungsbedarf in die eine oder andere Richtung, wie bei der ersten Sitzung des Schulausschusses erläutert wurde.

Man beschäftigte sich mit dem Schulentwicklungsplan, der von der Projektgruppe Bildung und Region aus Bonn im Auftrag des Kreises Heinsberg erstellt wurde und nun nach der kreisweiten Vorstellung in Hückelhoven in die einzelnen Kommunen geht.

„Alles ist gebaut, im Moment brauchen wir keine neuen Schulen”, so Tholen zum Ist-Zustand, bei dem ja auch zu berücksichtigen ist, dass nach dem Regierungswechsel in NRW die aktuelle Richtung in der Schulpolitik noch offen ist und deutschlandweit seit langem eine Schulstrukturreform angedacht ist. Für die beiden Grundschulen in Breberen und Birgden werden für die Zukunft knapp über 200 Schüler prognostiziert, was deren Bestand sichern würde.

Die Realschule am Standort Gangelt mit jetzt knapp 600 Schülern bezeichnete Tholen als „starke Schule”, die auch im vergangenen Schuljahr wieder 70 Prozent ihrer Schüler mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe verabschiedete.

Tendenziell die meisten Probleme hat die Schulform Hauptschule im Kreis Heinsberg. Die Hauptschule Gangelt hat 435 Schüler und wird dabei stark von den Schülern aus dem Geilenkirchener Stadtgebiet getragen. Eine Nachfrage in Geilenkirchen habe ergeben, dass dort in Sachen Hauptschule derzeit keine Änderungen geplant sind, so Bernhard Tholen.

„Das ginge dann in Gangelt Richtung Zweizügigkeit.” Die im Kreisvergleich hohe Zahl der Realschüler in Gangelt und die rund 300 Schüler, die täglich aus der Gemeinde nach St. Ursula in Geilenkirchen fahren, sprechen zwar grundsätzlich für ein Gymnasium. Doch war man sich einig, dass hier nicht Prestigedenken im Vordergrund stehen dürfe: „Die Anmeldezahlen müssen stimmen!”

Einig war man sich darin, die Kooperation mit der Gemeinde Selfkant beizubehalten oder eventuell auszubauen. Dazu regte Bürgermeister Bernhard Tholen einen runden Tisch mit den Selfkantvertretern an.
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