Andrang beim Straßenkarneval enttäuscht

Von: Markus Bienwald
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Auf der Bühne ließen es die Luft-Gitarreros richtig krachen. Foto: Markus Bienwald
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Viele bunt kostümierte und geschminkte Gäste freute es. Foto: Markus Bienwald
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Viele bunt kostümierte und geschminkte Gäste freute es. Foto: Markus Bienwald
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Viele bunt kostümierte und geschminkte Gäste freute es. Foto: Markus Bienwald
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Wolfgang Dressel vom Festausschuss Übach-Palenberger Karnevalsvereine bekam am Ende doch den Schlüssel zum Rathaus, auch wenn die Bürgermeister Raymond Vlecken, Peter Fröschen, Wolfgang Jungnitsch und Georg Overländer (v.l.) Gegenwehr lieferten. Foto: Markus Bienwald
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„TrekZek“ aus Landgraaf legten musikalisch mächtig los (oberes Bild), die gut gelaunten Herrschaften unten konzentrierten sich derweil ganz auf ihre Kaltgetränke. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Von wegen bange Blicke gen Himmel in der früheren Zechengemeinde: Der Rathaussturm am Fettdonnerstag hatte seinen Beinamen nur wegen der närrischen Übermacht, die in den Amtssitz von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch stürmte, verdient.

Hier und da waren einige närrische Amtsträger zu beobachten, die sich teils gegenseitig die verdiente Narrenkappe festhielten und so vor dem sicheren Wegwehen sicherten. Ansonsten war außer eines durch eine plötzliche Bö kollabierten Getränke- und Imbissstandes aber dann doch nicht so viel vom angedrohten Sturmszenario zu spüren.

Allerdings hatten die Wettervorhersage und das doch zumindest windige und teils regnerische Wetter im Vorfeld offensichtlich viele Jecke vom offiziellen Startschuss zum Straßenkarneval in Übach-Palenberg abgehalten. Statt sonst auch schon einmal vierstelliger Besucherzahlen wie in den Vorjahren, waren es dieses Mal nur rund 350 Gäste, die den Rathausvorplatz bevölkerten. Darunter gab es nicht nur viele Kostümierte, die beispielsweise als Engel versuchten, die Sturmgötter zu besänftigen, oder sich in angesagte Einhorn-Kostüme warfen.

Auch die noch fünf im Stadtgebiet vertretenen Karnevalsgesellschaften – die schon bald nicht mehr aktive KG Scherpe-Bösch-Wenk, die KG Frelenberger Esel, die KG Lustige Marienberger Jekken, die ÜPKG (Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft) und die Wurmtalfunken – waren natürlich zur Stelle, um für ein paar närrische Tage die Verwaltung zu erobern. Eigene Regenten hatten sie dafür nicht engagiert, aber das war auch nicht nötig, denn mit dem zweimal elfjährigen Bestehen des Festausschusses Übach-Palenberger Karnevalsvereine als Dachverband der versammelten Narren in der Stadt gab es genügend Grund zum Feiern.

Kampf um den Schlüssel

Natürlich wollte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch sein Amt nicht so einfach hergeben. Wortgewaltig wehrte er sich, holte sich zur Unterstützung noch seine ehrenamtlichen Vertreter Peter Fröschen und Georg Overländer und sogar Raymond Vlecken als Bürgermeister der niederländischen Nachbar- und Partnergemeinde Landgraaf auf den Rathaus-Balkon. Das ließ die Jecken unter Führung von Marcel Derichs von der KG Frelenberger Esel aber kalt. „Warum brauchst Du denn so viele Helfer?“, fragte er den Bürgermeister. Der ließ aber seine Amtskollegen kontern, die trotz der Verkleidung als die „Cowboys vom Rathaus“ nur schwache Gegenwehr lieferten. Mit dem obligatorischen Schwenken der weißen Kapitulationsfahne war es dann um die Hoheiten im Rathaus geschehen, die Narren durften einziehen.

Die feierten kurz, aber kräftig im extra dafür leergeräumten großen Sitzungssaal, ehe es auf der Bühne zur offiziellen Schlüsselübergabe ging. Wer an diesem Donnerstag nicht da war, der verpasste übrigens nicht nur die närrische Machtübernahme, sondern auch ein schönes Showprogramm mit Sängerin Alex Seebald, der Spaßband „TrekZek“ aus Landgraaf und der Band „Rabatz“.

Dafür konnten diejenigen, die ob des wechselhaften und ungemütlichen Wetters doch noch ausharrten und manchmal die Unterstände rund um Sparkasse und Rathausplatz verließen, dann endlich doch den Start in den Straßenkarneval auch in Übach-Palenberg bei tollen Klängen, bester Stimmung und mit viel Spaß in vollen Zügen genießen.

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