An Projekttagen über das Angebot eines Bürgerhauses diskutieren

Von: st
Letzte Aktualisierung:
Frisch plakatiert für den Pro
Frisch plakatiert für den Programmablauf zum Bürgerhaus-Projekt: die Straßenfront im früheren Geschäftslokal. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Braucht Geilenkirchen ein Bürgerhaus? Einen Bürgertreff? Ein Bürgerstübchen? Braucht Geilenkirchen Räume, in denen Gemeinschaft gelebt wird? In denen Menschen aller Berufs- und Altersgruppen, sozialer Schichten und Kulturen sich begegnen? Diese Eingangsfragen, allgemein formuliert, haben mit der Veröffentlichung am 3. Oktober eine Diskussion angestoßen.

In Fortschreibung der Idee eines Soziokulturellen Zentrums, für das im Jahr 2008 die ehemalige Molkerei im Gespräch war, griff jetzt die Zukunftswerkstatt für das Bundesprogramm „Toleranz fördern - Kompetenz stärken” das Thema auf. Ein Arbeitskreis bildete sich, den unter anderen Nicole ­Abels-Schell, Gemeindesozialarbeiterin der Caritas, Gabriele Bittner und Jürgen Benden beleben.

Wie ein Bürgertreff dieser Art ausgefüllt werden kann, soll ein über drei Tage währendes Programm zeigen, das für die Zeit vom 26. bis 28. Oktober im alten Salon „Indira” gegenüber der evangelischen Kirche in der Konrad-Adenauer-Straße initiiert wird.

An den drei Projekttagen können Interessenten auch über das Angebot eines Bürgerhauses diskutieren. Geplant sind Angebote für alle Altersgruppen, für sozial benachteiligte Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen mit Migrationshintergrund. Für alle Bürger der Stadt sind kulturelle und politische Veranstaltungen, soziale Beratungen, handwerkliche und künstlerische Betätigungsmöglichkeiten, Ausstellungen und Vorträge vorgesehen.

Mögliche Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sind unter anderem rhythmische Erziehung, Theaterarbeit, musikalische Gruppenimprovisation in Zusammenarbeit mit der Musikschule, Ferienspiele und Spieleangebote, Kinder- und Jugendliteratur, Bildende Kunst, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit und offene Angebote. Zu den familienfördernden Angeboten zählen Elternfrühstück, Babysitter-Kurse, Eltern-Kind-Turnen und pädagogische Vorträge. Seniorentanz, Ernährung im Alter, Angebote im Bereich Musik, Theater, künstlerisches Gestalten, Wanderungen, Erzählcafé und Projekte mit Kindern, Jugendlichen und Senioren.

Der Arbeitskreis geht davon aus, dass aus dem Bürgertreff eine ständige Einrichtung wird. Jürgen Benden: „Wir wollen einen Förderverein gründen und Sponsoren ansprechen. Wenn 500 Bürger bereit sind, monatlich einen Euro zu zahlen, steht die Sache.” Unterstützung zugesagt haben das AHG Therapiezentrum Loherhof, das Diakonische Werk des Kirchenkreises Jülich, der Caritas-Verband, die Gangelter Einrichtungen Maria Hilf und „KoKoBe” (Landschaftsverband Rheinland).

Programm für drei Projekttage „Bürgertreff”

Freitag, 26. Oktober: 15 Uhr Eröffnung, 16 bis 17.30 Uhr Offene Sprechstunde und Informationen für Menschen mit psychischen Erkrankungen, 16 bis 18 Uhr: Darts und Auftritt Pantomime „Scheibub”, 17.30 bis 18.30 Uhr Beratungsangebot für Trauernde, 19 bis 20 Uhr Aufbau Musik, 20 bis 22 Uhr Band „Mozaik”, 22 Uhr Ende.

Samstag, 27. Oktober: 12 Uhr Eröffnung, 13 bis 14.30 Uhr Zumba, 15 bis 16.30 Uhr Beratungsangebot für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, 15 bis 17 Uhr Mal- und Zeichenwerkstatt sowie Zaubererauftritt, 17 bis 19 Uhr Begegnungscafé mit Kaffee und Kuchen, 20 bis 21.30 Uhr Vorlesestunde für Erwachsene, auch mit Gesang, 22 Uhr Ende.

Sonntag, 28. Oktober: 9.30 Uhr Eröffnung, 9.30 bis 11.30 Uhr gemeinsames Frühstück (mit vorheriger Anmeldung), parallel dazu Vorlesestunde für Kinder, 11.30 bis 13 Uhr Informationsgespräch und Vorstellung des Betreuten Wohnens für Menschen mit Suchtproblematik, 12.30 bis 14.30 Uhr Bingo, 15 bis 17 Uhr Integrationslotsenprojekt „Gangway” für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, parallel dazu „Open Libary” und der Pantomime „Scheibub”, 18 Uhr Ende.

Während der Öffnungszeiten gibt es Plakate an Stellwänden, Vorstellung der Gruppen, die sich im Bürgertreff treffen könnten (Lokaler Teilhabekreis, Runde Tische für Flüchtlingsarbeit und Altenarbeit, Selbsthilfegruppen), Ytong- und Bilderausstellung und jede Menge Informationen über beteiligte Einrichtungen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert