Am Montag startet Suche nach dem Bomber

Letzte Aktualisierung:
braun-schippers-bild
Volker Schneider (r.) und Michael Knappstein (l.) erfahren von den Zeitzeugen Hubert Braun (2.v.l.) und Johann Schippers einiges über die Kriegstage bei Kraudorf-Hoven.

Geilenkirchen-Süggerath. Seit drei Tagen suchen VdK-Umbettungsexperte Volker Schneider und sein Team im Raum Geilenkirchen nach Gebeinen von im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommenen Soldaten.

Kurz nach Mittag erreichten am Freitag der 61-jährige Stabsunteroffizier a.D. aus Meschede sowie die ehemaligen Soldaten Gefreiter Johannes Pantel (46), Oberfeldwebel Michael Knappstein (37) und Oberleutnant (im aktiven Dienst) Mike Eckert (41) den Schulhof in Süggerath, nachdem sie sich am Morgen im Hochsauerlandkreis in Bewegung gesetzt hatten.

Noch während das Quartett das Camp auf dem Rasengrundstück zwischen der alten Schule und dem Spielplatz aufbauten, gesellten sich einige Süggerather Senioren zu den Männern und vermittelten ihnen einen Eindruck vom Kriegsgeschehen, das sie als Zeitzeugen in jungen Jahren miterlebt hatten. Darunter auch Leo Comans (84) aus Gereonsweiler, der Volker Schneider von „der größten Panzerschlacht im Zweiten Weltkrieg im Raum Geilenkirchen, Apweiler, Immendorf” im Herbst 1944 berichtete. „Wir wussten gar nicht richtig, wo die Front war, die Panzer kamen von allen Seiten den ganzen Tag über”, so Comans. Bis zum 8. November 1944 habe er in Prummern am Geschütz gelegen und dort einen großen Artillerieüberfall mitgemacht.

Auch die anderen Senioren konnten dem Schneider-Team Vieles erzählen. Diese Zeitung und Wolfgang Leucht vom Friedhofsamt der Stadt Geilenkirchen hatten zudem zwei Tage vor Eintreffen des Suchtrupps einen Hinweis auf ein abgestürztes Flugzeug bekommen. Der mit zwei Piloten besetzte britische Bomber, eine zweimotorige „Wellington” soll auf einem Feld bei Süggerath zerschellt sein. Das in zwei Teile zerborstene Flugzeug soll nach Aussagen von Zeugen zwei Tage lang gebrannt haben und auch heute noch dort unter der Erde liegen. „Natürlich gehen wir diesem Hinweis am Montag nach und werden auch die anderen Tipps von Zeitzeugen berücksichtigen, die wir bekommen haben”, sagt Volker Schneider.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert