„Am Bucksberg“: Königsschloss ist der Blickfang

Von: Annika Wunsch
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Während Willi Pfennings, Wilfried Plum und Udo Langendorf von der S-Bauland GmbH und Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (von links) den sanierten Spielplatz offiziell einweihten, hatten Kinder die Spielgeräte schon längst in Beschlag genommen, hier das Königsschloss. Foto: Annika Wunsch
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Natalia Zernikel (links) und Katharina Weinmann, zusammen mit der elf Monate alten Isabelle, freuen sich über die schon lange fällige Sanierung, haben aber noch Verbesserungsvorschläge.

Übach-Palenberg. Seit mehr als 30 Jahren standen schon die alten Spielgeräte auf dem Spielplatz „Am Bucksberg“ neben dem Sportplatz. Trotzdem sind Natalia Zernikel und Katharina Weinmann, beide junge Mütter und Bewohner des anliegenden Wohngebietes, regelmäßig mit ihren Kindern hingegangen.

Aber die morschen Spielgeräte, Splitter im Holz und vor allem der dreckige Sand und die großen Pfützen unter den Geräten haben ihnen oft Sorgen gemacht. Außerdem waren sie dort auch oft die einzigen Besucher.

Auch die Stadt habe schon lange den Sanierungsbedarf des Spielplatzes gesehen, so Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, doch erst der Bau des Neubaugebietes Beyelsfeld in der Nähe des Spielplatzes gab den Anstoß, denn vor allem viele neue, junge Familien werden erwartet. So wurde die S-Bauland GmbH der Kreissparkasse Heinsberg aktiv, die auch den Bau des Neubaugebietes finanziert, und setzte die überfällige Sanierung um.

In Zusammenarbeit von der S-Bauland und der Fachfirma Kompan entstand das Konzept des Spielplatzes: Während für die jüngsten Kinder ein eigener, kleinerer Spielplatz mitten im neuen Wohngebiet Beyelsfeld geplant ist, soll der alte, sanierte Spielplatz „Am Bucksberg“ auf der anderen Seite des Sportplatzes eher Kinder von sechs bis 13 Jahren ansprechen. „Hier können die größeren Kinder auch mal alleine hingehen, aber bleiben trotzdem in der Nähe“, erklärte Willi Pfennings, Geschäftsführer der S-Bauland GmbH.

Auch die Auswahl der Spielgeräte spiegelt die Ausrichtung auf ältere Kinder wieder. Reckstangen und der „Große Himmelsbogen“, eine Kletterkonstruktion mit Seilen, laden eher größere Kletterer ein. Dazu kommen noch eine Schaukelkombination mit Nestschaukel, ein Sandkasten und das „Drehspiel Supernova“, eine ringförmige Scheibe, die sich über den Boden dreht und ein Geheimtipp der Fachfirma gewesen ist.

Vier Türme und Kletterwände

Blickfang ist auf jeden Fall das große Klettergerüst „Königsschloss“ mit vier Türmen und verschiedenen Kletterwänden. Es soll an die Straßennamen des Neubaugebiets Beyelsfeld anknüpfen, die an alte römische Namen angelehnt sind. „Es hat leider kein römisches Kastell im Angebot der Firma Kompan gegeben“, entschuldigte Willi Pfennings die historische Differenz lachend.

Anstelle der alten Holzspielgeräte stehen nun die neuen Spielgeräte aus größtenteils grauem, aber auch blauem und gelbem Aluminium und Plastik.

Auf die Wahl des Materials ist Bürgermeister Jungnitsch besonders stolz. Man habe nur Recyclingmaterial verwendet. Außerdem sei es viel weniger verschleißgefährdet und wartungsbedürftig als Holz, erklärte er und verwies auf den Holzspielplatz in Marienberg: Längerfristig seien Holzgeräte viel teurer. Finanziert wurde die Sanierung der Fläche durch die S-Bauland mit etwa 60.000 Euro.

Die Stadt unterstützte das Projekt mit ihrem eigenen technischen Betrieb, der sich um neuen Sand und den Zaun des Geländes kümmerte. Jungnitsch zeigte sich zur Einweihung des Spielplatzes zufrieden. Schließlich hätten sich die Kinder nicht um den offiziellen Einweihungstermin gekümmert, sondern den Platz schon vorher in Beschlag genommen, und für sie seien die Geräte ja gedacht.

Platz ist noch vorhanden

Auch Natalia Zernikel und Katharina Weinmann bemerkten die vielen neuen Familien, die jetzt öfter mal zum Bucksberg kommen. Auch die neuen Spielgeräte, allen voran das große Klettergerüst, erfreuen sich bei ihren Kindern großer Beliebtheit. Jedoch hätten sie noch ein paar Verbesserungsvorschläge: „Da ist noch einiges, was man machen könnte. Es ist ja noch Platz da“, meinte Weinmann und erinnerte sich an die alte Seilbahn, die immer ein Anziehungspunkt für alle Kinder gewesen sei.

Und Zernikel sagte, sie vermisse etwa eine Wippe für die jüngeren Kinder. Etwas neidisch sehen beide über die Grenze auf die Spielplätze in den Niederlanden, die alle erheblich besser ausgestattet seien. Doch für sie sei der Spielplatz am Bucksberg trotzdem der erste Anlaufpunkt bei gutem Wetter, mehr Spielplätze in Fußnähe gebe es nämlich nicht.

Allerdings sind erstmal beide Mütter froh, dass sie ihre Kinder hier unbesorgt spielen lassen können, ohne zu fürchten, dass sie Splitter in die Hand bekommen, die Schaukel einstürzt oder sie Müll aus dem Sand fischen müssen.

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