Alter Extra-Markt: Kommt im Sommer die Abrissbirne?

Von: Georg Schmitz
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Geilenkirchen. Der Schandfleck „Alter Extra” wird bald der Vergangenheit angehören, das geplante Einkaufszentrum an gleicher Stelle rückt näher.

Der Kölner Architekt Julian Huth stellte nicht nur den Mitgliedern des Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsausschusses der Stadt Geilenkirchen, sondern auch zahlreichen interessierten Zuschauern das Konzept zur Wiederbelebung der brachliegenden Fläche zwischen Vogteistraße und Herzog-Wilhelm-Straße vor.

„Seit April 2009 haben wir die Entwicklung für das Gelände des Alten Extras wieder selber in die Hand genommen”, begann Projektentwickler Gunter Krapp von der federführenden JCB-Immobilien in Köln. So konnte Architekt Julian Huth das Konzept für die Baumaßnahme im Detail vorstellen.

Die vorhandenen Gebäude entlang der Herzog-Wilhelm-Straße und der Alte Extra würden abgerissen. Auf 3300 Quadratmeter Nutzfläche werde „Kaufland” sein Angebot präsentieren. Weitere 2000 Quadratmeter seien für Fachmärkte und Einzelhandel vorgesehen. Das Objekt werde bei Straßenrandbebauung ausschließlich von der Herzog-Wilhelm-Straße her erschlossen. Hier werde eine kleinteilige Fassadeneinteilung die größere Hallenkonstruktion dahinter „kaschieren”.

Die Parkebene für 310 Fahrzeuge befinde sich auf dem Dach von Kaufland. Die Parkplätze seien über eine Rampe zu erreichen und würden bewirtschaftet, die Autofahrer würden über übliche Rollsteige die Verkaufsräume erreichen. Barrierefreiheit werde ebenfalls gewährleistet, ein großer Aufzug führe von der Straßenebene in den Markt. Nachgedacht werde noch über eine Fassadensimulation zur Vogteistraße hin. „Das Gesamtkonzept ist so angelegt, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine Anbindung an die Konrad-Adenauer-Straße erfolgen kann”, ließ Julian Huth wissen.

Sowohl Rainer Jansen (Grüne), Dr. Joachim Möhring (SPD), Hans-Josef Paulus (CDU), Toska Frohn (FDP) begrüßten das Konzept und freuten sich, dass der Missstand nun bald ein Ende hat. Projektentwickler Christian Gernandt ging noch auf den Zeitrahmen ein. Wenn alles nach Plan laufe, würde im Sommer 2009 die Abrissbirne anrücken. Der Abriss nehme 6 bis 8 Wochen in Anspruch. „Baubeginn kann dann noch in diesem Jahr sein, die Bauzeit wird rund acht Monate betragen”, erläuterte Christian Gernandt.

Auf die Frage, wer denn noch in das Objekt einziehe, wich der Projektentwickler aus, sagte aber: „Eine große Drogeriekette ist mit im Boot”. Weitere Mieter seien bereits interessiert, wobei auch der örtliche Einzelhandel Berücksichtigung finde. „Wir könnten das Objekt schon heute belegen”, berichtete Gernandt.
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