Alte Wache ist jetzt die „Musikerzentrale”

Von: hama
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Bürgermeister Bernhard Tholen
Bürgermeister Bernhard Tholen und Architekt Heinrich Curbach überreichten den Schlüssel an die beiden Vorsitzenden Erich Kemper und Hans-Jakob Rademacher (v.l.). Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Von Posaunen und Pauken, Harfen und Zimbeln sprachen Pastor Rolf Hannig und sein evangelischer Kollege Pfarrer Mathias Schoenen bei der Einweihung der neuen „Musikerzentrale” in Gangelt.

Treffender hätte man es nicht beschreiben können, wie groß die Freude bei den Mitgliedern und Akteuren des Musikvereins St. Hubertus und des Trommler- und Pfeiferkorps war, als sie endlich ihr neues Domizil der Bevölkerung vorstellen konnten.

Gut 800 Tage sei es her, so erzählte Günter von Cleef, Geschäftsführer des Musikvereins, dass die Feuerwehr ihr altes Gerätehaus gegen ein neues getauscht hat und die Mitglieder der beiden musizierenden Vereine im Ort an die Arbeit gingen, die Spuren der Löschgruppe zu beseitigen und das Haus mit dem markanten Turm an der Sittarder Straße musikertauglich zu machen.

Die richtige Entscheidung

Auch Bürgermeister Bernhard Tholen war sich sicher, dass der Rat der Gemeinde die richtige Entscheidung getroffen hat, als aus den zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten die für die musizierenden Vereine herausgegriffen wurde.

Das Gleiche habe man auch in Stahe praktiziert. Rund 120 000 Euro hat die Gemeinde für den Umbau zur Verfügung gestellt. Die wurden von den Vereinsmitgliedern und ihren Helfern verbaut und herausgekommen ist ein Bau, der den Ansprüchen beider Vereine gerecht wird.

In der ehemaligen Fahrzeughalle hat der Musikverein seinen Probenraum, der gleichzeitig auch als Konzertraum für beide Vereine dient. Das Trommler- und Pfeiferkorps hat die oberen Räume in Beschlag genommen. Ganz besonders lobte Tholen Hans-Jakob Rademacher, seit 1973 Langzeit-Vorsitzender des Musikvereins. „Kein Cent wurde unnötig ausgegeben!” Elfmal habe er, Tholen, schon mit der Feuerwehr in diesem Haus St. Martin gefeiert.

„Das waren tolle Feste”, meinte der Bürgermeister schmunzelnd, legte damit die Latte der Geselligkeit hoch und versprach den beiden Vereinen „hier eine neue Heimat, die euch niemand mehr wegnimmt!” Geplant hat den Umbau der Gangelter Architekt Heinrich Curbach, der in der Nachbarschaft wohnt und sich über die nun herüberwehenden Töne freut. „Es war schön zu sehen, wie aus meinen Plänen Stück für Stück Wirklichkeit wurde.” Das Projekt sei aber nur deshalb von Erfolg gekrönt gewesen, weil „etliche ehrenamtliche Bauwerker mit schier unendlichem Engagement bei der Arbeit” gewesen seien.

Einen Notenschlüssel, zweigeteilt, der von den beiden Vereinsvorsitzenden Hans-Jakob Rademacher und Erich Kemper zusammengesetzt werden müsste, war das Symbol für die Eröffnung des Hauses, das „Vereinsheim zur alten Feuerwehr” heißt. Saskia Meier und Katharina von Cleef war es vorbehalten, unter dem Beifall der zahlreichen Gäste, das Schild am ehemaligen Feuerwehrtrum zu enthüllen. Mit Konzerten der beiden Vereine ging man dann zum geselligen Teil der Veranstaltung über. Viele Gäste nutzten die Möglichkeit, die neuen Räume zu besichtigen und die Feuerwehrleute waren erstaunt, was aus ihrer alten Wache geworden ist.
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