Alte Kameraden geben Vollgas in der Übacher Stadthalle

Von: agsb
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Die Alten Kameraden aus Übach hatten ihren großen Spaß, heizten die Stimmung gewaltig an. Foto: agsb
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Daniel und Michaela Klein - das Gesangsduo der ÜPKG begeisterte erneut, beide präsentierten ihre Goldkehlen. Foto: agsb

Übach-Palenberg. Die Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft (ÜPKG) hatte auch im 60. Jubiläumsjahr ein glückliches Händchen mit ihrer Programmauswahl.

Beim Einmarsch des Elferrates und der Karnevalsgesellschaft Lätitia Weisweiler mit Artillerie der Blauen Funken wackelte erstmals am Abend die voll besetzte Stadthalle. Bereits hier wurde ein karnevalistisches Feuerwerk gezündet, wobei die Raketen am Abend noch bunter und farbenprächtiger werden sollten.

Die „Efelkank Trompeter“ aus Aischwiller sind seit Jahren ein Garant. Der große Narrenvorhang öffnet sich zum zweiten Mal in der Stadthalle, es folgten rund 30 Minuten Powermusik ohne Ende. Da blieb schon zu früher Stunde keiner mehr auf seinem Stuhl sitzen, Übach flippte vorzeitig aus.

Rasantes Tempo vorgelegt

Nicht nur auf der Bühne bot sich ein farbenprächtiges Bild, auch von der Bühne aus war der Blick farbenprächtig. Zum Narrenfest hatten viele in ihren Karnevalssachen gekramt, Übach verkleidete sich „märchenhaft“.

Nach der Musikpower folgte Tanzpower ohne Ende. Die City-Girls, eine Tanzgruppe aus Jülich, wirbelten auf ihrem Rummelplatz durch die Lüfte, 16 zauberhafte junge Damen legten ein unglaubliches Tempo ohne Ende vor, zeigten sich auch als reine Verwandlungskünstler auf ihrem mitgebrachten Rummelplatz. „Wow“, waren alle begeistert – der erste große Kracher der Sitzung.

Bereits zu früher Stunde war „Der lustige Joe“ aus Düsseldorf in der Halle, konnte sich ein gutes Bild von der Stimmung bei der ÜPKG machen. Gleich griff er in seine Narrenkiste, ließ einen Kracher nach dem anderen vom Stapel. Seit 25 Jahren ist der lustige Joe auf den Narrenbühnen unterwegs, weiß, wie man das Publikum kitzelt und auf die Narrenreise mitnimmt. Als er von „Oma“ erzählte, war alles zu spät. So traf er eine 95-Jährige abends in der Straßenbahn. Sie hatte sich schick gemacht. Joe fragte, wo es denn hinginge. „Ich fahr zum Klassentreffen“, so Oma, und Joe fand das prima. Aber die Oma: „Im Vorjahr war ich auch schon alleine...“

Von Trömmelche bis Trumm

Daniel und Michaela Klein entdeckten bei ihrer Prinzenpaar­session der ÜPKG vor drei Jahren ihr Gesangstalent und stehen seitdem als Gesangsduo auf den Bühnen. Im Heimspiel fegten die beiden einen Karnevalsschlager nach dem anderen durch die Lautsprecher. Die Eigengewächse glänzten, und auch der nächste Programmpunkt war fest in Hand der Übacher.

Die alten Kameraden marschierten ein und auf, übernahmen für rund 20 Minuten das Kommando. Und hier ging nicht nur das „Trömmelche“, auch die dicke Trumm war mittendrin. Die alten Kameraden zogen erneut ihre Shownummer ab. Übach ist stolz auf seine Oldies.

Schlagfertig wie eh und je präsentierte sich der „Lange“ aus der Indestadt Eschweiler. Seit 1997 ist Alfred Wings im Narrentreiben dabei, wurde sogar mit einem karnevalistischen „Doktor-Titel“ ausgezeichnet. Der Lange huschte wie gewohnt über die Bühne, hatte das Publikum im Handumdrehen im Griff und hatte viel Narrenkonfetti im Ärmel.

Was Übach aber nach dem „Langen“ erlebte, war schon mehr als einen Hollywood-Preis wert. Die zauberhafte Mädels und Tanzburschen aus dem Westerwald waren auch am Tag nach der Sitzung das Gesprächsthema in Übach. Die Tanzgruppe „Grün Weiß Zippchen“ war auf Rheinlandtour, machte dabei Station in Übach. Vor zwei Jahren begeisterte die Truppe bereits in der Stadthalle, aber der Auftritt jetzt toppte alle tänzerischen Elemente einer Sitzung in Übach.

Rund 30 Minuten gab es Tanzpower im Vollgastempo, Übach erlebte Kraft mit unbeschreiblicher Akrobatik im Sekundentakt. Der Beifallsorkan trieb die Truppe weiter zur Hochform. Und als die Tanzgruppe gleich zwei Pyramiden übereinander aufbaute, schien das schon sensationell. Eine Tänzerin im Spagat vollendete das traumhafte Bühnenbild.

Tanzendes Rheinhessen

Vielleicht war es ein Glücksfall für das Stadtprinzenpaar Domenic und Anika, denn die Tollitäten erlebten diese Tanzpower live mit und hatten beim Auftritt zusammen mit der KG Marienberger Jekke ein leichtes Spiel. Die Stimmung schien auf dem Höhepunkt.

Seit sechs Jahren bittet die „QBA Band“ aus Rheinhessen zum Finale zum Reigen. Die kölschelste Band außerhalb der Domstadt bat zum Jekkentanz in der Stadthalle – da waren alle außer Rand und Band. Die Truppe traf das Jubiläumsmotto „60 Jahre en jeile Zick, die ÜPKG fiert immer noch mit“ voll ins Mark.

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