Als Klebstoff dienen sogar Gummibärchen

Von: mabie
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Lehrerin Gerlinde Zarth (r.) freut sich über den Erfolg ihrer Schülerin Kristin Pipka beim Wettbewerb „Chemie entdecken“. Repro: Markus Bienwald Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Warum kleben Klebstoffe? Dieser Frage gingen etwa 5000 Schüler aus ganz NRW im Rahmen der Wettbewerbsaufgabe „Klebereien“ im Arbeitskreis „Chemie entdecken“ nach.

Die Universität Köln hatte diese Experimentalaufgabe allen Schülern der Sekundarstufe I in NRW mit dem Ziel gestellt, sie Neues und Interessantes zum alltäglichen Thema „Kleben“ entdecken zu lassen. Mit dabei waren auch Gina Stasch und Kerstin Pipka von der Willy-Brandt-Gesamtschule Übach-Palenberg, die sich unter der Überschrift „Chemie entdecken“ gerne dieser Aufgabe stellten.

„Sogar einfaches Wasser eignet sich bei geschickter Wahl der Materialien zum Kleben“, ergänzt Fachlehrerin Gerlinde Zarth. Diese Tatsache erzeugte bei den Schülern erst einmal größeres Staunen. „Dann mussten sie eigene, ungefährliche Klebstoffe herstellen beziehungsweise bereitstellen, um sie anschließend an entsprechendem Material zu testen.

Darunter waren Caseinklebstoff, Eiklar, Mehlklebstoff und sogar Gummibärchen. Ziel war es, Papier und selbst gewählte Materialproben wie Stoff, Leder, Stein, Glas oder Kunststoff zu verkleben. „Es genügte aber nicht, festzustellen, dass der eingesetzte Klebstoff die Materialien zusammenklebt, sondern es sollte getestet werden, wie belastbar die verklebte Stelle war“, unterstreicht Zarth.

Einladung nach Köln

Geschick und Kreativität waren dabei gefragt. Dazu kamen viele Reihenversuche und große Tabellen zur Dokumentation mussten erstellt werden, um konkrete Aussagen machen zu können und auch Vergleiche zu ziehen. „Letztlich wurde noch die Aufgabe gestellt, einen eigenen Klebstoff mit haushaltsüblichen Mitteln zu erfinden und zu testen“, schließt die Chemie-Lehrerin.

Für andere Schülergruppen gab es noch mehr zu tun: Sie mussten beispielsweise auch praktisch klären, was Spätzle mit Klebstoffen zu tun haben oder sich mit dem Phänomen beschäftigen, warum Geckos an der Zimmerdecke laufen können, ohne herunterzufallen.

Nach der letzten Wettbewerbsrunde wurde Gina Stasch für ihre erfolgreiche Teilnahme ausgezeichnet, während ihre Mitschülerin Kristin Pipka eine besondere Überraschung erhielt. Neben der Urkunde und einem Buchgeschenk der Schule wurde sie für Anfang Juli an die Uni Köln eingeladen, wo die landesweit besten Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Jahresabschlussfeier geehrt werden und sie dort dann ihr Präsent erhält.

Bei so viel Begeisterung hat sie sich auch gleich an der zweiten Wettbewerbsrunde beteiligt und ihre Ergebnisse mit spannenden Experimenten und Fragen rund um das Recycling von Altpapier und Papierfärben fristgerecht an die Jury eingereicht. Und vielleicht reicht es ja zu einer erneuten Auszeichnung für die junge Chemie-Expertin.

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