Albanische Honorarkunsulin spricht vor der Europa-Union

Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Die Republik Albanien und die Bundesrepublik Deutschland möchten die kulturelle Zusammenarbeit auch im europäischen Kontext vertiefen. Zu diesem Zweck schlossen beide Länder am 26. November des vergangenen Jahres ein neues Kulturabkommen in Berlin ab.

So sollen unter anderem die Hochschulzusammenarbeit gestärkt, Sprachvermittlung, Zusammenarbeit im Jugend- und Sportbereich sowie in der Denkmalpflege gefördert und Fachkräfte für kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen vermittelt werden. „Kulturell enger zusammenzuarbeiten setzt voraus, sich besser kennenzulernen, mehr voneinander zu wissen“, so der Vorsitzende der Europa-Union Geilenkirchen, Prof. Gerd Wassenberg. „Aus diesem Grund haben wir die Honorarkonsulin der Republik Albanien in Nordrhein-Westfalen, Anduena Stephan, eingeladen, ihr Land in Geilenkirchen einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.“

Ihre Zusage erfolgte spontan und „sehr gerne“, und so hält die Honorarkonsulin demnächst einen Vortrag mit dem Titel „Albanien – eine mediterrane Liebe“. Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 18. Februar, in Haus Basten um 19.30 Uhr. Mitglieder und Gäste sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Schirmherr dieser Veranstaltung ist der Botschafter Albaniens in Berlin, Artur Kuko, der am 18. Februar ebenfalls in Geilenkirchen anwesend sein wird. Der Hinweis im Vortragstitel „eine mediterrane Liebe“ lässt darauf schließen, dass Stephan mehr als nur Informationen über ihr Heimatland vorstellen wird. So werden unter anderem die zehnjährige albanische Künstlerin Debora Berliku, die seit vier Jahren in Folge den ersten Platz beim „Jugend musiziert“-Wettbewerb der Stadt Essen in den Kategorien Solo Violine und Kammermusik belegte, und der elfjährige Michael Koschewatsky (Klavier) den Vortrag mit musikalischen Beiträgen umrahmen. Weitere Überraschungen sind nicht ausgeschlossen.

Albanien mit seinen 2,9 Millionen Einwohnern und größenmäßig mit einer Fläche Belgiens vergleichbar, ist eines der schönsten Länder entlang der Adriaküste und des Ionischen Meeres. Das Land blickt auf eine lange wechselhafte Geschichte zurück, die bis heute zahlreiche Spuren in Form von Kulturdenkmälern hinterlassen hat. Albanien beheimatet eine reiche Artenvielfalt und bietet mit vielen unerschlossenen Landschaften Lebensraum für eine Vielzahl von seltenen Vögeln und anderen Tieren, die anderswo verschwunden sind.

Tourismus und Landwirtschaft

Mit seiner vielfältigen Kultur sowie dem mediterranen Klima besitzt Albanien gute Voraussetzungen für die Entwicklung verschiedener Arten von Tourismus. Neben dem Tourismus ist die Landwirtschaft immer noch ein wichtiger Wirtschaftszweig des Landes. Der Transformationsprozess von der sozialistischen Planwirtschaft in eine Marktwirtschaft scheint weiterhin erfolgreich zu verlaufen. Vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit, starker Geburtenrückgang und Umweltprobleme belasten die wirtschaftliche Entwicklung Albaniens.

Seit 1995 gehört Albanien dem Europarat, seit 2009 der Nato an und ist inzwischen Beitrittskandidat der EU. Die Zusammenarbeit Albaniens mit Deutschland und insbesondere mit Nordrhein-Westfalen hat inzwischen auch eine zwanzigjährige Tradition, die von beiden Seiten als erfolgreich bewertet wird. Seit Jahren findet ein reger Austausch zwischen Albanien und NRW in den Bereichen Wirtschaft und Handel, Kunst und Kultur statt.

Im Jahr 2013 beschloss Albanien, diesen Dialog mit den wichtigsten Institutionen des Landes fortzusetzen. Um diese Mission mit Leben zu füllen, öffnete im Dezember 2013 das albanische Honorarkonsulat in Essen die Tore und legte somit wichtige Grundsteine des Austauschs und der institutionellen Zusammenarbeit mit Albanien.

Honorarkonsulin Anduena Stephan gehört zu den Pionieren der Zusammenarbeit zwischen Albanien und NRW. Mit ihrer 25-jährigen Berufserfahrung sowohl in Albanien als auch in Deutschland, überwiegend in NRW, verkörpert Stephan, die in Albanien geboren und aufgewachsen ist, ein Beispiel erfolgreicher bilateraler Zusammenarbeit und Verständigung. Sie blickt auf eine Berufserfahrung in mehreren Ländern und Branchen zurück. Spezialisiert auf Investitionsvorhaben, Konzessionsprojekte, operative Übernahmen, Restrukturierungen und Produktentwicklung, hat Stephan weltweit an mehr als 30 Großprojekten teilgenommen. Dabei hat sie im privaten und im öffentlichen Sektor gearbeitet, besonders auf dem Gebiet der „öffentlich-privaten Partnerschaften“ in Form von Konzessionen, Investitionen, Unternehmensverkäufen oder Beratungsaufträgen.

Ihre Themen reichen von Infrastrukturleistungen über Energiewirtschaft, Bildung, Gesundheitswesen, Dienstleistungen, Einzelhandel bis zu Wohlfahrtsorganisationen. Stephan lebte und arbeitete in Albanien, in Großbritannien und – derzeit wieder – in Deutschland. Neben ihren beruflichen Aktivitäten ist sie seit einigen Jahren ehrenamtlich in wohltätigen Aufgaben von Bildung, Kultur und Integration engagiert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert