Aktionskreis sagt überraschend Neujahrsempfang ab

Von: st
Letzte Aktualisierung:
11360925.jpg
Geilenkirchens Aktionskreis-Vorsitzender Rüdiger Strübig hat kurz vor dem Jahresende den Neujahrsempfang abgesagt. Begründet hat er es mit einem geringen interesse der Geschäftsleute. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Der Vorstand des Aktionskreises Geilenkirchen hat den für den 17. Januar terminierten Neujahrsempfang aufgrund des schwindenden Interesses bei den Geschäftsleuten abgesagt.

„Dieser Neujahrsempfang sollte hauptsächlich für unsere Mitglieder sein. Sie sollen bei dem Empfang miteinander ins Gespräch kommen. Aber im Laufe der Jahre wurde die Beteiligung immer geringer. Überwiegend kamen geladene Gäste“, erklärt Aktionskreis-Vorsitzender Rüdiger Strübig.

Der Vorstandsbeschluss fiel ziemlich eindeutig aus. Bei zwei Enthaltungen stimmten laut Strübig fünf Vorstandsmitglieder für eine Absage.

Bei der Gelegenheit äußert sich der AK-Vorsitzende auch kritisch: „Es kann nicht Aufgabe des Aktionskreises sein, einen Neujahrsempfang für die Stadt zu veranstalten. Die Stadt stellt uns lediglich Haus Basten zur Verfügung, wir sind für das Programm und das Catering zuständig“, ärgert sich Strübig, der aber auch gesteht, dass die Absage unglückerlichweise mit dem Beginn der Amtszeit des neuen Bürgermeisters Georg Schmitz zusammenfällt.

Hatte der Aktionskreis im vergangenen Jahr noch Hastenraths Will als Zugpferd auf der Bühne, so hat der Zusammenschluss von Geilenkirchener Geschäftsleuten bis dato noch keinen Prominenten, den sie den Gästen hätten präsentieren können. Und erst recht hatte man keinen Sponsor, der solch einen Auftritt bezahlt hätte. Auch den Verein „GK KULTURgut!“, der in den vergangenen Jahren anlässlich des Neujahrsempfangs eine Ausstellung in Haus Basten organisiert hatte, hat Strübig über die Absage informiert. „Jetzt sollte die Stadt an uns herantreten und mit uns darüber reden, wie man den nicht unpopulären Empfang retten könnte“, hofft Strübig auf baldige Gespräche mit Bürgermeister Georg Schmitz.

„Wenn es um die Gestaltung geht, bin ich nach allen Seiten offen. Ich stelle mir einen recht lockeren Empfang mit Stehtischen vor.“

Seit dem Jahr 2002 veranstaltet der Aktionskreis den Neujahrsempfang. In den vergangenen Jahren wurde der Zuspruch seitens der Mitglieder immer geringer. „Das ist ein schleichender Prozess, der sich aber auch bei Mitgliederversammlungen und bei der Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung widerspiegelt“, bedauert Strübig. Zum Schluss seien von den etwa 90 bis 100 Besuchern etwa ein Viertel Mitglieder des Aktionskreises gewesen. „Die Solidarität fehlt ein wenig“, so der Vorsitzende.

Für Bürgermeister Georg Schmitz kommt die Absage des Aktionskreises so kurz vor dem Jahresende völlig überraschend. „Das fühlt sich so an, als würde mir die Pistole auf die Brust gesetzt“, erklärt er. Jetzt noch einen Neujahrsempfang vorzubereiten, sei so kurz vor Weihnachten personell gar nicht zu stemmen. Für das Jahr 2017 wolle er sich aber etwas einfallen lassen. „Dann werde ich einen modernen Empfang initiieren. Nicht mit einer einstündigen Rede, wie es in der Vergangenheit der Fall war, sondern in lockerer Form mit Musik und unter Beteiligung von viel mehr Gästen“, erklärt Schmitz.

Er denkt an einen Empfang in größerem Rahmen in der Realschule. Natürlich würden dazu die Honoratioren aus der Stadt eingeladen, sagt er, aber auch Vereinsvertreter, die sich durch ihr Ehrenamt verdient gemacht haben. „Ich stelle mir einen Empfang so wie in Übach-Palenberg vor, bei dem viele Menschen im Pädagogischen Zentrum zusammenkommen“, sagt Schmitz.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert