Aktionskreis: Karl-Heinz Esser ist geheimnisvoller Mister X

Von: st
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Das Geheimnis ist gelüftet: Der Geilenkirchener Fleischermeister Karl-Heinz Esser will, sofern die Mitglieder ihn wählen, den Aktionskreis Geilenkirchen führen. Er war bereits in den Jahren 1995 bis 2000 an der Spitze der heute rund 170 Mitglieder zählenden Vereinigung.

Es habe seit längerer Zeit Spannungen im AK-Vorstand gegeben, erklärt Rüdiger Strübig, der vor wenigen Tagen als Vorsitzender und Geschäftsführer zurückgetreten ist. „Es hat Kräfte im Vorstand gegeben, die gegen meine Person opponiert haben. Da ich Geschäftsführer und Vorsitzender in einer Person war und keinen starken Vorsitzenden an meiner Seite hatte, konnte ich mich nicht zur Wehr setzen. Ich brauchte einen starken Vorsitzenden an meiner Seite“, erklärt Strübig.

Weiter sagt er: „Karl-Heinz Esser hat mitbekommen, welche Arbeit ich leiste, und gesehen, dass andere nichts tun und sich nur im Erfolg sonnen.“ Deshalb, so Strübig zu den Geschehnissen in jüngster Zeit weiter, habe er Esser angesprochen und gefragt, ob er als Vorsitzender kandidieren und ihm den Rücken stärken wolle. Während Esser um eine Bedenkzeit gebeten habe, habe er den Vorstand darüber informiert, dass er möglicherweise einen Kandidaten gefunden habe. Den Namen wollte Strübig allerdings sol ange nicht preisgeben, bis Esser endgültig zugestimmt habe. Außerdem habe Esser erklärt, eine „schlagkräftige Mannschaft“ bilden zu wollen. Zu dieser Mannschaft hätte dann Strübig als Geschäftsführer gehört.

Daraufhin hätten Mitglieder des Restvorstandes eine Vorstandssitzung einberufen. „Damit wollte man mich unter Druck setzen“, übt Strübig Kritik. Er habe darum gebeten, die Einladung zur Vorstandssitzung zu widerrufen, was aber nicht geschehen sei. An dieser Vorstandssitzung hat Strübig dann nicht teilgenommen und stattdessen per Mail seinen Rücktritt von beiden Positionen erklärt.

„Bei der Einladung zur Vorstandssitzung handelt es sich um einen Verstoß gegen das Vereinsrecht“, so Strübig. Laut Vereinsrecht obliege es dem Vorsitzenden, zu einer Vorstandssitzung oder Mitgliederversammlung einzuladen. „Der Vorsitzende leitet und lenkt den Verein. Leute aus dem zweiten Glied sind nicht berechtigt, über den Kopf des Vorsitzenden hinweg eine Sitzung einzuberufen. Dieser Rechtsbruch war die Ursache meines Rücktritts“, erläutert Strübig.

Dass Esser den Vorsitz übernehmen würde, bestätigt auch Bürgermeister Georg Schmitz. Nachdem dessen Name gehandelt wurde, hatte Schmitz ihn ins Rathaus eingeladen. Dort hat es dann ein Gespräch gegeben, an dem Schmitz, Esser, Wirtschaftsförderin Susanne Köppl und Kulturamtsleiter Gort Houben beteiligt waren. „Die Stadt möchte sich stärker im Stadtmarketing engagieren, das Stadtmarketing soll in der Verwaltung gebündelt werden“, begründet Schmitz das Treffen.

Der Aktionskreis spiele in dem Zusammenhang eine große Rolle. „Schließlich wirkt sich die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Aktionskreis auf die weiteren Veranstaltungen in dieser Stadt aus“, sagt Schmitz. Keinesfalls, so betont er, werde in Geilenkirchen ein Marketingexperte eingestellt. Das sei künftig eine Aufgabe für die Mitarbeiter des Kulturamtes und Wirtschaftsförderin Susanne Köppl.

Fleischermeister Karl-Heinz Esser war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert