Aktionskreis Geilenkirchen fordert: Tihange abschalten!

Von: st
Letzte Aktualisierung:
12502390.jpg
„Die Kernkraftwerke in Belgien sind auch eine Gefahr für Geilenkirchen“, sagt AK-Geschäftsführer Uwe Eggert. Foto: Udo Stüßer
12509120.jpg
100 Plakate und 1000 Aufkleber hat der Aktionskreis Geilenkirchen drucken lassen, um der Forderung Nachdruck zu verleihen. In fast allen Innenstadtgeschäften sind die Plakate seit dem Wochenende zu sehen. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. „Tihange abschalten“: Diese klare Forderung erhebt nun auch der Aktionskreis Geilenkirchen. Die Einzelhändler machen dies mit gelben Plakaten in ihren Schaufenstern deutlich, die AK-Geschäftsführer Uwe Eggert in den vergangenen Tagen verteilt hat.

100 Plakate hat der Vorstand des Aktionskreises drucken lassen. Der größte Teil hängt bereits in den Schaufenstern der Geschäfte in der Innenstadt , der Rest kann bei Interesse von interessierten Bürgern im Bürgerbüro im Rathaus abgeholt werden. Dazu noch verteilt der Aktionskreis 1000 Aufkleber.

„Die Diskussion um die Kernkraftwerke in Belgien hat in den vergangenen Monaten eine ganz besondere Brisanz bekommen. Mehr und mehr Störfälle führten zu häufigen Abschaltungen der veralteten Kernkraftwerke. Tausende Risse in der Außenhülle sorgten darüber hinaus für berechtigtes Misstrauen und Ängste in der Bevölkerung“, erklärt Uwe Eggert. Durch die unmittelbare Nähe zu den Atomkraftwerken seien auch die Menschen im Grenzgebiet besonders betroffen. Die erst kürzlich beschlossene Laufzeitverlängerung bis ins Jahr 2025 sei ein „Tiefschlag“.

„Aufgrund der geringen Entfernung zu den Reaktoren, der Westwetterlage und der Windgeschwindigkeit ist klar, dass bei einem Atomunfall und dem Austritt von Radioaktivität eine Jodtablette oder andere Maßnahmen wirkungslos wären. Unsere Stadt mit seinem Umfeld wäre über viele Jahrzehnte verseucht“, erklärt Eggert. Nicht nur politische Gruppierungen, auch die Vertretung der Selbstständigen müsse hier ein Zeichen setzen.

Nachdem der Vorstand des Aktionskreises den Druck der Plakate und Aufkleber beschlossen habe, sei er mit seinen gelben Postern in fast allen Geschäften mit offenen Armen empfangen worden, freut sich Eggert über die positive Resonanz. Nur einige Filialisten hätten Bedenken, die Plakate ins Schaufenster zu hängen. Auch Passanten hätten sich positiv geäußert.

„Der Aktionskreis hat erkannt, dass es auch um seine Existenz geht. Bei dieser Aktion handelt es sich um eine hochpolitische Äußerung, aber nicht um eine parteipolitische Handlung“, so Uwe Eggert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert