„Aktion Bürgerwald“: Baumpflanzaktion als Dauerbrenner

Von: Markus Bienwald
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Sie sorgen seitens der Verwaltung und des Technischen Betriebes der Stadt Übach-Palenberg für die Umsetzung der Baumpflanzaktion (v.l.): Jutta Gündling, Peter Reuters, Wilfried Plum, Heinz-Josef Ervens, Udo Langendorf und Maik Simon. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Natürlich ist die Baumpflanzaktion im Rahmen der „Aktion Bürgerwald“, wie die alljährliche Baumspendenaktion in der früheren Zechengemeinde ganz offiziell heißt, keine neue Idee. Aber trotz der Reduzierung von früher zwei auf aktuell eine Aktion pro Jahr erweist sich die Chance, per Spendenbetrag einen eigenen Baum im stetig wachsenden Bürgerwald von Übach-Palenberg zu ergattern, als echter Dauerbrenner.

Anders lässt sich die mittlerweile auf exakt 487 Hochstämme angewachsene Zahl an gestifteten Bäumen und die stete Suche nach neuen Pflanzungsflächen kaum erklären.

Von Anfang an gesichert

Dabei sind die Bäume mittlerweile im gesamten Stadtgebiet zu finden: am Rande von Übach nahe der Ü-Bad-Freifläche an der Dammstraße beispielsweise, oder auch im hinteren Teil des Schulkomplexes an der Otto-Von-Hubach-Straße, wo die Bäume ganze Grünflächen durchbrechen. Seit 1999 geht das so, damals noch mit Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll, heute mit seinem direkten Nachfolger Wolfgang Jungnitsch. Beide Verwaltungschefs sind sich in der Bewertung der Aktion übrigens ungeachtet des zeitlichen Abstands einig, dass hier die Bürger etwas für die Stadt tun können und sich gleichzeitig ein schönes Stück persönlicher Erinnerung schaffen.

Heute wie damals stapfen allerdings nicht tapfere Spender durchs Grün, um Löcher auszuheben und junge Bäume zu setzen. „Nach wie vor übernehmen das die Spezialisten vom Technischen Betrieb“, so Bürgermeister Jungnitsch. „Damit ist die fachgerechte Anpflanzung und Pflege von Anfang an gesichert.“

Spitzenreiter unter den Standorten bleibt das weitläufige und riesige Gelände des Naherholungsgebietes Wurmtal, das auch bei der jüngsten, inzwischen 35. Pflanzaktion wieder einmal in einem Randbezirk bedacht wurde. Hinter dem Sportplatz „In der Schley“ am Wurmweg in Marienberg kamen 16 weitere Bäume hinzu, womit die magische Zahl von 500 bei der kommenden Spendenaktion im nächsten Jahr dann sicherlich erreicht wird.

„Wir pflanzen heute Kaiserlinden“, freute sich Udo Langendorf als Zuständiger des Technischen Betriebes über die neuen Gewächse. Gemeinsam mit Jutta Gündling von der Stadtverwaltung, die alle Spender, Termine und das Drumherum koordiniert, sowie beispielsweise Wilfried Plum, Peter Reuters, Heinz-Josef Ervens und Maik Simon, die beim Technischen Betrieb für Pflanzung und Pflege der Bäume zuständig sind, wird die Aktion auf die Beine gestellt.

Und die Spenden kamen dieses Mal ausschließlich aus dem Stadtgebiet von Übach-Palenberg. Astrid und Martin Lange, Verena und Kai Nilles, Bärbel und Georg Nobis, Marcel Votava, Ingrid und Wilfried Schwitalla, Sigrid und Klaus Dittmar, Trudi und Günter Weinen, Gabi und Wolfgang Jungnitsch, Hans-Günther Schurse, Bärbel und Karl-Heinz Braun, Manfred Creutzburg, Karin Feste und Georg Meißner, Iris Carle-Poeschkens und Lorenz Knop heißen die Spender, die mindestens eine, aber auch manchmal gleich zwei Kaiserlinden stifteten.

Übrigens ist die Kaiserlinde eigentlich eine Varietät der Holländischen Linde und kann Höhen von gut 40 Metern und eine Breite von bis zu 20 Metern erreichen. Das leicht herzförmige Laubblatt passt natürlich ganz hervorragend zu den meist emotionalen Beweggründen, die zur Spende führen. So sind es manchmal Todesfälle, oft Geburten, schon mal Ehe- oder Vereinsjubiläen, aber immer sehr bewegende Momente der Erinnerung. Das bestätigt auch Udo Langendorf: „Die Bezeichnung Kaiserlinde tragen Linden, die früher zu herausragenden Ereignissen gepflanzt wurden.“

Damit passte die Fortführung dieser Tradition natürlich bestens ins Bild der Baumpflanzaktion, die im nächsten Jahr die aktuelle Pflanzstelle abrunden dürfte.

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