Geilenkirchen - Älteren Menschen ein wenig Zeit schenken

Älteren Menschen ein wenig Zeit schenken

Von: Georg Schmitz
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Bürgermeister Thomas Fiedler
Bürgermeister Thomas Fiedler (hinten links), Nicole Abels-Schell (3.v.l.), Wilfried Schulz (r.) und Hermann-Josef Ronkartz (3.v.r.) gratulieren den ersten Seniorenbegleitern zu ihrem Zertifikat. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Älteren Menschen ein wenig Zeit schenken, ist die Intention eines gemeinsames Projektes der Gemeindesozialarbeit des Caritasverbandes und der Stadt Geilenkirchen.

Vor drei Monaten trafen sich Gemeindesozialarbeiterin Nicole Abels-Schell und Caritas Geschäftsführer Gottfried Küppers sowie Bürgermeister Thomas Fiedler und der Leiter des Sozial- und Jugendamtes, Wilfried Schulz, um dem Runden Tisch für Altenarbeit das Konzept der Seniorenbegleitung vorzustellen.

Zwischenzeitlich wurden sechs Frauen und ein Mann auf die ehrenamtliche Arbeit mit älteren Menschen vorbereitet und von dem Caritasverband Kreis Heinsberg qualifiziert. Während einer kleinen Feierstunde im Großen Sitzungssaal des Rathauses übergaben Bürgermeister Fiedler und der Abteilungsleiter Gemeindedienste der Caritas, Hermann-Josef Ronkartz, die Befähigungs-Zertifikate an die ersten sieben Seniorenbegleiterinnen und -begleiter im Kreis Heinsberg. „Vor einigen Monaten haben wir dieses Programm aus der Taufe gehoben, jetzt ernten wir die ersten Früchte”, begrüßte Fiedler erneut Vertreter des Runden Tisches für Altenarbeit.

Es gebe eine ganze Reihe neuer Formen ehrenamtlicher Arbeit in Geilenkirchen, das Seniorenbegleitungsprojekt gehöre dazu. „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal nachzuschauen, wohin man käme, wenn man ginge”, ergriff Hermann-Josef Ronkartz das Wort. Ronkartz war sich sicher, dass dieser Satz des Theologen Kurt Mati gut an den Anfang der Idee, die Lebenssituation von älteren Menschen zu verbessern, hätte stehen können.

Die Stadt Geilenkirchen und der Caritasverband und hier speziell Wilfried Schulz und Nicole Abels-Schell hätten sich auf den Weg gemacht und geschaut, wo man hinkommt, wenn man gemeinsam losgeht.

Und nicht nur das. „Sie haben Menschen auf diesem Weg mitgenommen und ihnen ermöglicht zu schauen, wo man hinkommt, wenn man nur geht”, philosophierte Ronkartz weiter. Sie hätten Männer und Frauen mit der Idee, an einer Ausbildung zum ehrenamtlichen Seniorenbegleiter in Geilenkirchen teilzunehmen, begeistert. Es freue ihn auch, dass die ersten Senioren Interesse und Bereitschaft zeigten, sich begleiten zu lassen. Was hier geleistet worden sei, könne eine richtig große Sache und als Modell über die Stadtgrenzen hinaus bekannt werden.

Nicole Abels-Schell freute sich ihrerseits, dass sich in derart kurzer Zeit bereits sieben Seniorenbegleiter qualifiziert haben. Diese Ehrenamtlichen hätten in den vergangenen sechs Wochen während ihrer Freizeit eine Reihe von Themen behandelt, um sich anschließend ganz der Arbeit mit älteren Menschen widmen zu können.

„Diese ganz unterschiedlichen Personen übernehmen Verantwortung für ältere Mitbürger, zeigen soziales Engagement und sind sich auch bewusst, dass ihnen ältere Menschen Freude bringen und sie gern mit ihnen zusammen sind”, so Abels-Schell. Auch wenn erst an diesem Tag die Zertifikate ausgegeben würden, sei schon eine Begleitung vermittelt. „Diese Seniorenbegleitung ist passgenau, der Funke ist übergesprungen, das Gefühl, die Chemie stimmen”, freut sich die Gemeindesozialarbeiterin.

Wie bei einer kurzen Diskussion deutlich wurde, haben sich die qualifizierten Frauen und Männer aus unterschiedlichen Gründen älteren Menschen zugewendet. „Bei den Haussammlungen unserer Frauengemeinschaft habe ich festgestellt, dass ältere Menschen zunehmend vereinsamen”, nennt Thea Damm den Beweggrund für ihr Engagement. Anderen „Qualifizierten” ist im Leben schon geholfen worden, und so wollen sie durch ihre Arbeit mit älteren Menschen etwas zurückgeben. „Wenn ich später mal alt bin, möchte ich auch, dass man mir hilft”, ist ein weiterer Kommentar.

Folgende Frauen und Männer erhielten die ersten Zertifikate des Projektes: Sibille Aretz, Günther Buchholz, Thea Damm, Silvia Jans, Monika Knebe und Anni Poth. Maria Biller war in Urlaub und bekommt das Zertifikat später ausgehändigt.
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