Absatz-Einbruch schlägt auch bei Toho Tenax durch

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Fred Horst, Technischer Geschäftsführer bei Toho Tenax in Oberbruch, ist trotz derzeit schlechter Absatzzahlen sicher, dass der Kohlenstofffaser die Zukunft gehört. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg-Oberbruch. 50 Millionen Euro kostete die vierte Produktionslinie, zu deren Grundsteinlegung im Industriepark Oberbruch Europas größter Kohlenstofffaser-Hersteller Toho Tenax erst im April letzten Jahres stolz eingeladen hatte. Erst drei Jahre zuvor war für rund 40 Millionen Euro die dritte Linie in Betrieb genommen worden.

5100 Tonnen Jahresproduktion wurden anvisiert und von einer jährlichen Nachfragesteigerung zwischen 10 und 15 Prozent ausgegangen. Dass nur wenige Monate später eine sich lawinenartig ausbreitende Weltwirtschaftskrise all diese Planungen über den Haufen werfen würde, konnten die Geschäftsführung und der japanische Mutterkonzern Teijin nicht ahnen.

Wie der Technische Geschäftsführer von Toho Tenax in Oberbruch, Fred Horst, auf Nachfrage bestätigte, steht für die 260 Beschäftigten am Standort von Februar bis mindestens Mitte des Jahres „Kurzarbeit” an. Schon im Dezember sei dies der Fall gewesen, erklärte Horst. „Der Absatz ist dramatisch eingebrochen - in allen Bereichen. Es war klar, dass sich die weltwirtschaftliche Situation ab Dezember stark bemerkbar machen würde, aber wir hatten die Hoffnung, dass sich bei unseren Kunden vielleicht im Januar etwas tut”, erklärte er den Umstand, dass die Kurzarbeit für Januar wieder ausgesetzt worden sei.

Diese Hoffnung sollte sich jedoch zerschlagen. Noch im ersten Quartal dieses Jahres rechne das Unternehmen mit einer um 600 Tonnen geringeren Produktion als ursprünglich geplant. Der Umsatz von Toho Tenax sei um 20 bis 30 Prozent pro Monat geschrumpft. „Vieles von den Linien 3 und 4 sollte in den Sport- und Freizeitbereich nach Asien und in die USA fließen, doch da tut sich im Moment nichts mehr.”

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