Abi-Streich: Wenn Harry Potter seinen Besen vergisst ...

Von: Georg Schmitz
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Beim traditionellen Abi-Streich der beiden Abiturientenjahrgänge des St.-Ursula-Gymnasiums mussten auch die Lehrer ran. In diesem Fall Robert Jansen, der mit dem Hütchen einen Ball einfangen sollte. Foto: Georg Schmitz
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„Habi Potter“ lautet das Motto der Schüler. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Party“ statt Lernen stand am Freitagmorgen für die Abiturientia 2013 des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula in Geilenkirchen auf dem Stundenplan. Mit den 12er und 13er Stufen absolviert in diesem Jahr erstmals und einmalig ein doppelter Abiturjahrgang seine „Reifeprüfung“.

Die jungen Frauen und Männer haben in den vergangenen Monaten im Vorfeld durch verschiedene Aktionen und mit Hilfe von Sponsoren auch die finanzielle Basis für den finalen Abiturball geschaffen. Traditionell setzt der Entlassjahrgang alljährlich kurz vor Ende der Schulzeit seinen Abi-Streich in Szene. In den vier Tagen zuvor sorgten verschiedene Outfits bei der Motto-Woche für interessante Einblicke in die kreativen Fähigkeiten der Schüler. Bei den Motto-Wochen von St. Ursula ist seit diesem Jahr aber längst nicht mehr alles erlaubt. Wurden 2011 und 2012 noch die Themen „Asozial“ oder „Geschlechtertausch“ bekleidungsmäßig in Szene gesetzt, ist dies 2013 erstmals verboten. So sahen die Geilenkirchener Bürger Gruppen von „Hippies“ durch die Stadt laufen oder mit Schultüten beladene Jungs und Mädels, die sich in das erste Schuljahr zurück versetzt fühlten.

Für den Abistreich hatten sich die Abiturienten, in Anlehnung an die bekannte Harry Potter Buch- und Filmreihe das Motto „Habi Potter“ auf die Fahne geschrieben. Die drei Buchstaben „ABI“ sind in dem Themen bezogenen Slogan „Habi Potter“ enthalten und das ist eine zwingende Voraussetzung für den Mottonamen.

Bei den Abi-Streichen im Geilenkirchener Land machte das Bischöfliche Gymnasium St. Ursula jedes Jahr den Anfang. Das große Ereignis hatten die Abiturienten der beiden Entlassjahrgänge gemeinsam vorbereitet. In der Nacht hatten die Abiturienten ohnehin kein Auge zugedrückt, denn der Musikpark war das Ziel des „vergnüglichen Chillens“. Nach einer „heißen Nacht“ ging es schon gegen fünf Uhr in der Früh wieder zum Gymnasium, wo die einleitenden Maßnahmen fortgesetzt wurden. Schon außerhalb des Schulgeländes erlebten nichts ahnende Passanten ihr „farbiges Wunder“: Schülerinnen zauberten ihnen mit bunten Stiften ein nettes Outfit ins Gesicht. Einlass wurde nur durch einen von einer Nebel-Maschine gespeisten Tunnel gewährt.

Wer dann von der Schülerschar bis auf den Innenhof des Gymnasiums vorgedrungen war, sah sich Hunderten von erwartungsvoll in Richtung Bühne schauenden Schülern gegenüber. Musik powerte aus vollen Rohren. Einen landwirtschaftlichen Anhänger hatten die Schüler in eine Bühne umfunktioniert, auf der Hannah Nebeling, Julia Scheufens, Ramjith Ramanathan und Linus Stieldorf ihren Aufgaben als Moderatoren nachkamen.

Wie üblich trugen wieder einige lustige Spielchen mit Lehrern zur Unterhaltung der Zuschauer bei, wobei es diesmal etwas chaotisch zuging. Denn die Schüler hatten eine große Anzahl an Utensilien vergessen, so dass aus diesem Grund einige geplante Spiele ausfallen mussten. Darunter auch der „Besenritt“ – denn die Besen fehlten. Neben einem Ballspiel Lehrer-Schüler beschränkte sich der Abi-streich deshalb auf drei Frage und Antwort-Spielchen. Dafür kam aber die Abi-Band mehrmals zum Einsatz und begeisterte die über 600 Zuhörer auf dem Schulhof. Im Anschluss waren die Schüler froh, die eiskalten Temperaturen hinter sich zu lassen und in der Schule weiter feiern oder am Unterricht teilnehmen zu können.

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