Ab Dezember 2012 sollen Züge gen Heinsberg rollen

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Die Reaktivierung der Bahnstrecke Heinsberg - Lindern befindet sich „auf der Zielgeraden”.

Dies erklärte Hans Joachim Sistenich, der Geschäftsführer sowohl des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) als auch des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR), am Dienstag bei der AVV-Verbandsversammlung im Heinsberger Kreishaus.

Die Übertragung des Eigentums an Strecke und Infrastruktur von den Unternehmen der Deutschen Bahn (DB) auf die West Energie und Verkehr sei in Kürze geplant. Die Finanzierung des Vorhabens stehe, die vertraglichen Fragen seien geklärt, so Sistenich. Der Zweckverband NVR habe die sogenannte Bestellgarantie ausgelöst; damit ist klar, dass es auf jeden Fall 20 Jahre lang Schienenpersonennahverkehr auf dieser Strecke geben soll.

Als Betreiber für die Infrastruktur ist die Rurtalbahn vorgesehen, im Stundentakt befahren werden soll die Strecke in den ersten Jahren von der DB. Sie soll ein Flügel der Regionalbahn 33 (Aachen - Duisburg) werden. Das heißt, die aus Heinsberg kommenden Waggons werden in Lindern an die Züge in Richtung Aachen angekoppelt (und umgekehrt); Fahrgäste, die in und aus Richtung Mönchengladbach unterwegs sind, steigen in Lindern um. 2013 soll die Strecke im Rahmen eines Gesamtpaketes ausgeschrieben werden.

Die äußeren Rahmenbedingungen für die Reaktivierung der Strecke seien erfüllt, so Sistenich. Es habe allerdings eine zeitliche Verzögerung von drei bis vier Monaten gegeben. An der Zielmarke, nach der ab Dezember 2012 wieder Züge gen Heinsberg rollen sollen, werde aber festgehalten, so Sistenich, wenn vielleicht auch der Zugverkehr zunächst nur in Teilbereichen und noch nicht gleich bis zum Endpunkt am Heinsberger Busbahnhof möglich sein sollte.

Die gesamte Strecke Heinsberg - Lindern soll elektrifiziert werden. Wie zu erfahren war, sollen die offiziellen Genehmigungsverfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit in diesem Jahr anlaufen. Auf dem Abschnitt von Oberbruch bis Heinsberg müssen auf der alten Trasse die Gleise neu verlegt werden. Im Februar hatte der Kreis mitgeteilt, dass dort mit Gehölzrückschnitt begonnen worden sei.

In der Verbandsversammlung kam auch der mögliche Lückenschluss zwischen Linnich und Lindern oder Linnich und Baal zur Sprache. Dieses Projekt stehe derzeit nicht im Infrastruktur-Finanzierungsplan des Landes, so Sistenich. Eine Arbeitsgruppe habe sich neu konstituiert. Sie befasse sich mit strukturellen Rahmenbedingungen und ersten Überlegungen für ein Betriebskonzept. Es erfolge eine gutachterliche Begleitung.

Mit dem Ergebnis solle dann ein neuer Anlauf im Landtag unternommen werden. Willi Paffen aus Heinsberg unterstrich in der Versammlung, dass gerade für die Fahrgäste aus Heinsberg, die nach Düren oder Köln gelangen wollten, eine Anbindung über Lindern nach Linnich wesentlich praktischer wäre als über Baal.
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