Aachener Straße: Handel freut sich über freie Fahrt

Von: Markus Bienwald
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Noch können Kraftfahrer nur den seit Jahrzehnten gewohnten Weg an der Aachener Straße vorbei nach Palenberg nehmen, bald können sie direkt aus Richtung Frelenberg einspurig hineinfahren. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Das wohl am längsten umstrittene Politikum, die Öffnung der Aachener Straße, erhält durch die bevorstehende Öffnung aus Richtung Frelenberg heraus nach Palenberg hinein neues Feuer. Statt des früher dort üblichen Wendepunktes gibt es dann einen schmalen Durchstich, der laut Verwaltung rund 60.000 Euro kostete und den Verkehr nach Palenberg leitet.

Ein kleiner Blick in die Geschichte zeigt, dass die örtliche CDU die grundsätzliche Idee einer Öffnung schon in den 1980er-Jahren hatte. Die Kreuzung Aachener Straße, Mühlenweg und Alte Aachener Straße stand immer wieder in den Wahlprogrammen.

So schien es im November 2008 wieder ernster zu werden, als sieben Varianten einer möglichen Öffnung vorgestellt wurden. Unter anderem war ein 34 Meter durchmessender, einspuriger Kreisverkehr für seinerzeit um die 300.000 Euro dabei.

Anfang 2009 herrschte angesichts angekündigter Gelder aus dem Konjunkturprogramm wieder Diskussionsbedarf. So überraschte der damalige Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll Ende Januar 2009 alle Anwesenden im Haupt- und Finanzausschuss, den Grundsatzbeschluss für einen Kreisverkehr an dieser Stelle zu schaffen.

„Alle wissen, dass ich immer gegen eine Kreisverkehrslösung war, und zwar aus Kostengründen“, sagte der Verwaltungschef damals. Doch wenn es gelingen sollte, über das Konjunkturprogramm eine satte Förderung einzustreichen, müsse dies versucht werden.

Das Geld floss nicht, und Bürgermeisterkandidat Wolfgang Jungnitsch sagte bei einem öffentlichen Wahlduell mit seinem damaligen Kontrahenten Heiner Weißborn am 20. August 2009, dass eine Öffnung der Aachener Straße „vielleicht zur Belebung der Innenstadt führen kann.“

Weißborn rieb sich genau am „vielleicht“ des CDU-Kandidaten, er argumentierte, dass selbst eine geschlossene Aachener Straße die Kunden nach Palenberg führte, als dort das zentrale „KaDeCe“ zum Einkaufen einlud.

Was die einspurige Befahrbarkeit bringt, wagt auch Manfred Latour von der Werbegemeinschaft Palenberg nicht abschließend zu sagen. „Grundsätzlich sind wir froh, dass die Aachener Straße auf ist“, sagt er, „auch wenn es nicht der Königsweg ist.“ Nun seien die Geschäftsleute am Zug, „etwas daraus zu machen“, schließt Latour.

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