Geilenkirchen - Aachener DasDa-Theater zu Gast im Kindergarten

Aachener DasDa-Theater zu Gast im Kindergarten

Von: Renate Kolodzey
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Die Kinder mit Einrichtungsleiterin Ilse Herbst (l. hinten) und Schauspielern des DasDa-Theaters als Pettersson und Findus (2. und 3.v.l., hinten). Foto: Renate Koldzey

Geilenkirchen. Schon früh am Morgen wartete eine Überraschung auf die Kinder des Geilenkirchener Kindergartens St. Ursula: Kater Findus und der schrullige Herr Pettersson waren vorbeigekommen. Das Aachener DasDa-Theater spielte die beiden witzigen Gestalten aus den berühmten Büchern des schwedischen Autors Sven Nordqvist in dem Bühnenstück „Findus zieht um“.

Die Schauspieler waren auf Einladung des seit 2007 bestehenden Fördervereins des Kindergartens, dessen Vorsitzender Thomas Kaiser ist, in die Stadt an der Wurm gekommen.

Der zweite Vorsitzende, Knut Fischer, war bei der Aufführung anwesend und erzählte, man setze sich gerne für die Belange der Kinder ein: Das DasDA-Theater komme jedes Jahr, und der Förderverein habe bereits eine Wasserspielanlage, eine Kletterlandschaft sowie ein Gerätehaus finanziert.

Ilse Herbst, die Leiterin der Einrichtung, schätzt die Unterstützung und meinte: „Ohne den Verein wäre ein solches Projekt nicht realisierbar – aus dem Etat des Kindergartens könnten wir uns das nicht leisten.“

Nun war es soweit, und in zwei Vorstellungen bot das Theater sein pfiffiges Stück rund 80 Kindern dar. Auch bunte Kulissen hatte es mitgebracht. Regieassistentin Susanne Schreyer erläuterte: „Bei Pettersson und Findus ist stets eine kleine Botschaft versteckt – im aktuellen Stück heißt sie ‚Zusammen leben ist schön!‘. In erster Linie soll es aber Spaß machen!“

Neugierig und mit großen Augen beobachteten die Kinder im Publikum Kater Findus und Pettersson auf der improvisierten Bühne schlafend und schnarchend in einem kleinen Bett. Plötzlich sprang Findus (Lina Kmiecik) auf und begann, wie wild auf dem Bett herumzuhopsen. Dabei sang er fröhlich: „Ich mache Frühsport, Frühsport mit Sonnenenergie!“ Die Kleinen amüsierten sich königlich und prusteten laut.

Pettersson (Wolfgang Kramer) wachte auf und schimpfte: „Was für ein grauenvoller Lärm! Du hast doch versprochen, nicht mehr um vier Uhr im Bett herumzuspringen!“ Doch Findus hatte keine Lust, sich an sein Versprechen zu halten und raunzte: „Ein Kater muss seinen Frühsport machen, sonst wird er unbeweglich! Dann zieh ich eben um!“

„Wo willst du denn wohnen?“, fragte Pettersson. „In einem alten Plumps-Klo auf dem Hügel“, erwiderte Findus. Gesagt – getan. Pettersson half, das Klo zu einem Häuschen umzubauen, und der Kater machte es sich gemütlich.

In der ersten Nacht war Findus sehr müde. Eine sanfte Melodie wiegte ihn in den Schlaf, und auch die kleinen Zuschauer bewegten sich dazu im Takt hin und her. Doch in der zweiten Nacht war es unheimlich, so ganz alleine, außerdem hörte er Geräusche. „Versteck dich doch unter der Bettdecke, das mache ich auch immer, wenn ich Angst habe!“, kamen gut gemeinte Ratschläge aus dem Publikum. „Vielleicht ist es bei Pettersson doch schöner?“, dachte der Kater, und nach vielen lustigen Verwicklungen zog er schließlich wieder bei ihm ein.

Natürlich mussten die beiden jetzt einen Kompromiss schließen. Pettersson meinte: „Du kannst ja in Zukunft hopsen, wenn ich wach bin.“ Doch Findus wusste nicht die Uhrzeit, und die Kinder riefen aufgeregt durcheinander: „Um Null Uhr! Um zwei Uhr!“ Pettersson meinte: „Du kannst die Uhr nicht lesen – das musst du lernen!“

Damit war Findus einverstanden und fröhlich sang er: „Ich spring und hops jetzt später und lasse dich in Ruh – denn Hopsen macht noch viel mehr Spaß, schaust du mir dabei zu!“ Zum Schluss schmetterten beide: „Zu zweit ist alles besser, zu zweit wird alles gut!“ und tanzten lebhaft – da hielt es auch die jungen Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen.

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