89 Kilometer zur Gnadenkapelle

Von: g.s.
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Zum 25. Mal machte sich eine Pilgergruppe aus Teveren zu Fuß auf den Weg zur Gnadenkapelle nach Kevelaer. Willi Rahmen trägt das Kreuz, er ist schon von Beginn an dabei. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Teveren. „Der lange Marsch nach Kevelaer, Schützen als Pilger zum Gnadenort”, lautete die Überschrift in dieser Zeitung vor einem Vierteljahrhundert. Erstmals pilgerte damals eine aus Schützen der St.-Antonius-Bruderschaft bestehende Gruppe der Pfarrgemeinde St.-Willibrord Teveren zu Fuß zum Wallfahrtsort Kevelaer.

Seitdem machen sich Teverener Bürger alljährlich auf den Weg zur Gnadenkapelle. Den Grundstein für den Pilgermarsch legten seinerzeit Willi Rahmen und Siegfried Strehlke. Rahmen hatte als werdender Vater damals ein Versprechen gegeben, dass er, wenn bei der Geburt des Kindes alles gut verlaufen würde, diese Fußwallfahrt unternehmen werde. Sein Versprechen einlösend, machte er sich nach der Geburt seines Sohnes auf den Weg nach Kevelaer.

Sein Freund und sieben weitere Schützenbrüder, darunter auch Ortsvorsteher Hans-Josef Paulus, schlossen sich ihm damals an, und in drei Tagen hatten die Teverener den Pilgerweg geschafft. Alle nahmen damals wie heute an der Prozession zur Gnadenkapelle, an der Pilgerpredigt und an der Kreuzweg-Prozession teil. Zum 25-Jährigen machten sich in diesem Jahr gleich 16 Frauen und Männer in Teveren auf die Reise und traten den 89 Kilometer langen Weg nach Kevelaer an. Willi Rahmen, einziger teilnehmender „Mann der ersten Stunde” trug wieder das Kreuz und führte die Pilger an.

Zwei Stunden nach dem Start um 7.30 Uhr kehrten sie, wie in all den Jahren zuvor bei der Familie Scheeren in Straeten ein, wo wieder ein ausgiebiges Frühstück auf die Pilgergemeinschaft wartete. Anschließend ging es über den Meinweg in den Niederlanden bis nach Elmpt, wo eine Übernachtung anstand.

Der zweite Tag führte die Gruppe über Straelen bis nach Kevelaer, wo sie pünktlich zum Glockengeläut um 18 Uhr ankam. Auch nachdem das Vierteljahrhundert nunmehr hinter den gläubigen Pilgern liegt, soll es nicht das letzte Mal gewesen sein, dass die Teverener eine Fußwallfahrt nach Kevelaer unternehmen.
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