Geilenkirchen - 60 Jahre Geilenkirchener Kegelclub „Stibbis”

60 Jahre Geilenkirchener Kegelclub „Stibbis”

Von: Georg Schmitz
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Die „Stibbis” Franz Davids, Josef Kamps, Hermann-Josef Jansen, Josef Haselier, Arno Schwebel, Alfons Schiffers und Otto Adler (v.l.) feiern ihr 60-Jähriges. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Vor zehn Jahren hatte Josef Haselier zum 50-jährigen Jubiläum der „Stibbis” eine „Natur-Zehn” geworfen. Das kommt bei Kegelclubs ganz selten vor. Bei der „Natur-Zehn” bleibt lediglich das Vorderholz stehen, also der Kegel ganz vorne.

Nun feiern die „Stibbis” ihr 60-Jähriges, und Josef Haselier ist in der Gemeinschaft der sieben Kegelbrüder Otto Adler, Franz Davids, Hermann-Josef Jansen, Josef Kamps, Alfons Schiffers und Arno Schwebel der einzige „Mann der ersten Stunde”.

Den Namen „Stibbis” gab sich die „Männerrunde” erst vor 20 Jahren, nachdem aufgrund des allgemein nachlassenden Interesses am Kegelsport die beiden Geilenkirchener Kegelclubs „Stina” und „Bibbis” fusionierten. Bei der Jubiläumsfeier im Kreise der Lebensgefährtinnen erfuhr der Laie von den versierten Kegelbrüdern, dass es noch weitaus schwierigere Würfe gibt. Arno Schwebel hat kürzlich sogar den „König aus den Vollen gefällt”, und dies ist in der 60-jährigen Geschichte des Kegelclubs noch nie geschehen.

Eine Nachfrage auf überregionaler Ebene ergab, dass ein derartiger Wurf auch dort nicht bekannt ist. Den „König aus den Vollen fällen” bedeutet, dass der mittlere Kegel, der König, fällt und alle anderen rundherum stehen bleiben. Wie dem auch sei, die „Stibbis” haben sich als weitere schwere Aufgabe den „72er Wirf” auserkoren. Wenn das Hinterholz aus dem vollen Bild alleine geworfen wird, ist das eine „72”.

Mitbegründer Josef Haselier hat dies erst vor drei Wochen geschafft, aber Josef Kamps ist mit fünf Mal „72” bei den „Stibbis” einsame Spitze. „Eine 72 wird bei uns immer mit einem Essen bestraft”, schmunzelt Haselier. Josef Haselier führt penibel Buch über außergewöhnliche Ereignisse. So wurde vor einem Monat die 5000. „Stina” geworfen.

„Stina” bedeutet: die mittleren drei Kegel werden rausgeworfen, alle anderen bleiben stehen. Josef Haselier erinnert sich noch an die Anfänge vor 60 Jahren: „Nach der Gründung haben wir 25 Jahre lang bei Derichs in Rischden gekegelt.” Entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad seien die Kegelbrüder bei Wind und Wetter zu ihrer Kegelstätte gelangt. Jede Woche treffen sich nun die „Stibbis” im Vereinslokal in Floverich, wo sie keine ruhige Kugel schieben.
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