Geilenkirchen - 5000 Menschen feiern tolle Fliegerparty

5000 Menschen feiern tolle Fliegerparty

Von: Markus Bienwald
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Rund 5000 Menschen feierten am Samstagabend nach dem Tag der offenen Tür in Hangar II der Nato-Airbase in Teveren die Fliegerparty. Foto: Markus Bienwald
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Garanten für beste Stimmung schon zu Beginn der Fliegerparty waren die Mitglieder der Coverband „The Westbunch live“. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Sorgenfalten hatte Brigadegeneral Karsten Stoye am Samstagabend nicht. Vielmehr waren es Lachfalten, denn die Fliegerparty anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Nato E 3A-Verbandes ließ auch den Kommandeur nicht kalt.

Bevor aber fröhlich gefeiert wurde, fand der Kommandeur ernste Worte: Er erinnerte in seiner kurzen Einführungsansprache nicht nur an die Bedeutung der Nato, sondern band auch den am gleichen Tag zu Grabe getragenen Altbundeskanzler Helmut Kohl mit in seine Gedanken ein. Als Motor der europäischen Einigung sei er auch ein wesentlicher Faktor dafür gewesen, dass die Nato auch im ehemaligen Ostblock Verbündete gefunden hat, die auch in Teveren mit dabei sein durften.

„Einfach spitze“, kommentierte Stoye schließlich auch das Treiben der rund 5000 Partygäste, die sich auf dem sonst eigentlich nicht der Öffentlichkeit zugänglichen Gelände zum Singen, Tanzen und ausgelassenen Feiern trafen. Mit dem musikalischen Programm hatten die Veranstalter von der Nato-Airbase und dem Team von „100‘5“ alles richtig gemacht: Überflieger Mickie Krause, der schon bei der ersten Fliegerparty vor fünf Jahren richtig Spaß machte, die „Disco Boys“, „Loona“ und die Top-Coverband „The Westbunch live“ sorgten für tolle Stimmung.

Das fanden auch Margit und René, die demnächst beide auf den Nachnamen Doorman hören. „Wir hatten eigentlich einen schönen Partyabend eingeplant, mit zehn Leuten, schön auf der Base“, erzählt Margit, während die Coverband Vollgas gibt. Doch dann kam alles anders als gedacht: Es klingelte an der Tür, und das künftige Brautpaar stand mitten im eigenen Junggesellenabschied. Doppelt versteht sich, denn sowohl Braut als auch Bräutigam hatten jeweils ihr eigenes „Team“ mit den engsten Freunden dabei.

T-Shirts halfen bei der Identifizierung, denn am Ende des Abends waren sie mit ihrem Abschied vom Unverheiratetsein nicht alleine. Einige Junggesellenabschiede machten die Fliegerparty zu ihrem Ziel, und dabei war auch die Kulisse einfach nur einmalig. Neben der riesigen Bühne und den VIP-Bereichen lud der komplette, gigantisch große Hangar II, wie er auf der Base in Teveren nur heißt, zum Feiern ein.

Die durchaus technische Auslegung des sonst als Flugzeughalle genutzten Bauwerks machte ob seiner lichten Höhe ein paar optische Schmankerl möglich. So projizierten die Lichttechniker auf zwei große, kreisrunde Leinwände unterhalb der Decke ein Lichtspiel, das durchaus an die Radarteller der Awacs-Maschinen erinnerte. Da war es denn auch ein Leichtes, Kontakt zu knüpfen, sich bei der reichhaltigen Getränkeauswahl zu bedienen und auch einmal, wenn denn Platz war, das Tanzbein zu schwingen.

Draußen war dann nicht nur Gelegenheit, abgetanzte Kalorien wieder nachzufüllen, die nahen Fluggeräte luden so manchen Gast zum spontanen, auch nächtlichen Selfie vor der beeindruckenden Kulisse des Militärflughafens ein. Natürlich war es auch bei dieser Auflage der Fliegerparty wieder so, dass es eine ganze Menge an Freiwilligen gab, die hier zugunsten der Party ihren Dienst schoben.

Daniel Schlebusch, Herbert Hohnen, Jennifer Uyanik und Astrid Wolf zum Beispiel, die als Helfer von den Maltesern und des Deutschen Roten Kreuzes dabei waren. „Wir üben hier den Schulterschluss unter den ehrenamtlichen Helfern, egal von welcher Institution“, so Astrid Wolf am Rande der Veranstaltung, „schließlich sind bei der Awacs verschiedene Nationen und Institutionen gemeinsam tätig“.

Dass die auch mal ausgiebig feiern dürfen, wenn der Verband einen halbrunden Geburtstag feiert, sei ihnen gegönnt. Wie viel Arbeit dabei von einem doch überschaubaren Team von Mitarbeitern geleistet wurde, davon hätte sicherlich der zuständige Presseoffizier Major Johannes Glowka ein Liedchen singen können. Doch er freute sich einfach, dass die Party einfach gut lief, alles klappte, und am Ende war auch noch ein Glitzern in seinen durchaus etwas müden Augen zu sehen.

„Vier Tage Feierlichkeiten sind schon eine Herausforderung, wir stellen uns dem aber gerne, schließlich haben die Leute ja auch was davon“, sagte er, ehe als abschließender Kracher noch „Mickie Krause“ sein Lied „Einhorn“ schmettern konnte, und damit der Partymeute nochmal richtig Feuer gab.

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