3 x K zeigt Bilder aus Kirche, Kreuz und Christentum

Von: Renate Kolodzey
Letzte Aktualisierung:
13915734.jpg
Künstler Willi Wagels (l.) mit Johannes Bindels und Eva-Maria Kozikowski von „KiK – Kunst im Krankenhaus“. Foto: Renate Kolodzey

Geilenkirchen. „Ich möchte Neugierde wecken!“, erläutert Willi Wagels den Titel „3 x K“ seiner Ausstellung. „Die drei K stehen für ‚Kirche, Kreuz und Christentum‘, wobei das dritte K ein lautmalerischer Kompromiss ist“, ergänzt er verschmitzt.

Konsequenterweise haben alle 13 ausgestellten Werke einen religiösen Bezug, den er jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger vermittelt. Beispielsweise sieht man im Gemälde „Verbindende Eheringe“ ein Paar, das seine miteinander verschlungenen Eheringe um den Hals trägt, so dass es den Anschein erweckt, als seien sie aneinander gekettet. „Neben Acryl-Farben benutze ich Materialien aus der Natur, Äste zum Beispiel, arbeite jedoch auch mit Keramik, Fäden, Sand und anderen Werkstoffen“, gibt Wagels einen Einblick in sein Schaffen. „Bei Styrodur, einem harten Schaumstoff, habe ich ein Verfahren entwickelt, das die Oberfläche so hart werden lässt, dass ich sie bearbeiten kann. Wie ich das mache, bleibt jedoch mein Geheimnis!“, bemerkt er augenzwinkernd.

Der 80-jährige Künstler aus Birgden erzählt, er habe vor 20 Jahren mit dem Malen begonnen. Davor habe er sich über 50 Jahre lang mit Kunsthandwerk beschäftigt. Viele Kurse habe er besucht, meist in experimenteller Malerei an Kunstakademien, schildert Wagels, der früher als Bautechniker tätig war, seine Anfänge. Mittlerweile durfte er seine Werke in zahlreichen Ausstellungen präsentieren, zu denen auch die gegenwärtige in Geilenkirchen gehört.

Auf Einladung der Gruppe „KiK – Kunst im Krankenhaus“, die aus dem Seelsorger Meinolf Schrage und den ehrenamtlichen Mitarbeitern Hedwig Heinrichs, Eva-Maria Kozikowski, Johannes Bindels sowie Heinz-Leo Gerads besteht, präsentiert Wagels seine Werke im St.-Elisabeth-Krankenhaus.

Bindels freute sich als Laudator der mittlerweile 64. Vernissage von „KiK“ nicht nur den Künstler und die zahlreichen Gäste, sondern auch Vertreter der Klinik begrüßen zu dürfen. Er hob hervor, „dass es in diesen Zeiten der Irreführung und Lügen eine existenzielle Notwendigkeit“ sei, „Wahrhaftigkeit entgegenzusetzen“ und begann mit dem Zitat „Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein“ von Adorno ein amüsantes Interview mit Wagels.

Auf die Frage nach den Erfahrungen der Wertschätzung seiner Kunst meinte der Maler schlagfertig: „Viele Leute haben mir gesagt, dass sie meine Kunst mögen – die sie nicht mögen, haben es mir wahrscheinlich nicht gesagt!“ Alle Bilder der Ausstellung sind käuflich zu erwerben. Begeisterte Äußerungen, etwa von Annemarie Bleidiek aus Tüddern, Marion Meyer aus Birgden und Josef Diart aus Dremmen zeugen von einer positiven Resonanz des Publikums.

Die Ausstellung „3 x K“ von Willi Wagels im Geilenkirchener St. Elisabeth-Krankenhaus ist bis 30. April täglich im Lichthof der Station C3/B3 auf der dritten Etage während der Besuchszeiten zu besichtigen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert