100% Zustimmung für den amtierenden Bürgermeister Jungnitsch

Von: mabie
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Wolfgang Jungnitsch (6.v.l.) geht mit breiter Unterstützung als Bürgermeisterkandidat in die Kommunalwahl Ende Mai und zeigt sich hier mit der Kandidatenmannschaft der CDU in Übach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Rückhaltlose Zustimmung hat Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch für seine Wiederwahl am 25. Mai seitens seiner Partei, der CDU, in Übach-Palenberg bekommen. Der Bürgermeisterkandidat (60) tritt ohne Gegenvotum an.

Die Nominierung kam wenig überraschend, das Ergebnis mit 51 Votierungen hingegen überraschte dennoch viele in seiner Deutlichkeit. Auch steht damit fest, dass Wolfgang Jungnitsch sich – bei 51 möglichen Stimmen – auch selbst gewählt haben muss. Dem Antrag eines Anwesenden der Stadtverbandsversammlung am Samstag im Hotel Weydenhof, auf 50 mal Ja und einmal Nein zu erkennen, konnte sich aber niemand anschließen. „Wenn man gute Arbeit abliefert, kann man sich auch selbst wählen“, entgegnete Jungnitsch.

Der amtierende Bürgermeister wagte in seiner Rede, die viele Elemente seiner Worte vom Bürgerempfang eine Woche zuvor streifte, einen Rück- und Ausblick. So betonte er nochmals, dass die Finanzen wieder in geregelten Bahnen verliefen und lobte die Verschlankung der Stadtverwaltung. In der Stadt habe sich viel bewegt, „aber natürlich bleiben auch Baustellen, die leider nicht immer nur in unserer Hand liegen“, so Jungnitsch.

Unterm Strich sei aber in Übach-Palenberg viel in Bewegung. Das auch im Bereich Veranstaltungen, die beispielsweise mit dem Übach-Palenberger Familienfest die von Wolfgang Jungnitsch bei seinem Amtsantritt versprochene Leuchtturm-Funktion haben und die Stadt über seine Grenzen hinaus attraktiv erscheinen lassen sollen. Den einmal mit der CDU eingeschlagenen Weg will er als Bürgermeister fortsetzen, denn „dieser Weg ist der richtige Weg, und er ist alternativlos“, schloss er.

Fraktionsvorsitzender Gerhard Gudduschat warf in seinen Worten noch einen Blick auf die nach seiner Ansicht „katastrophale finanzielle Situation“, in der sich die Kommune noch 2009 befunden habe. Entgegen der Stimmen von SPD, Grünen und im vorigen Jahr auch erstmals der UWG, sah er eine erfolgreiche Fortschreibung des städtischen Sanierungsplans bis 2021. „Wir gehen davon aus, dass dieser Haushalt mit Sanierungsplan den Bestimmungen und Anforderungen des Stärkungspaktgesetzes entspricht und damit genehmigungsfähig ist“, so Gudduschat.

Für die SPD fand er erwartungsgemäß keine guten Worte. So gab er den Ausdruck der „puren Hilflosigkeit“, den Heiner Weißborn für diesen Haushalt übrig hatte, mit dem Hinweis zurück, dass eine Ablehnung, wie durch die SPD geschehen, der tatsächliche Ausdruck von Hilflosigkeit sei. Weiter sagte Gudduschat, dass Heiner Weißborn aus der Wahlniederlage 2009 keine Konsequenzen gezogen habe und wieder als Spitzenkandidat in den Kommunalwahlkampf ziehe. „Mit seiner immensen, fehlenden Ausstrahlung hat Herr Weißborn die Wahl für die SPD verloren“, blickte der CDU-Fraktionschef zurück.

Die UWG sah er nach den jüngsten Initiativen, den Stellenplan zu ändern, „als unzuverlässig und unberechenbar“ an, an eine Partnerschaft sei nicht mehr zu denken.

Auch CDU-Stadtverbandsvorsitzender Günter Weinen warf einen Blick auf die Lage der ehemaligen Zechenstadt. Er lobte, dass der Bürgermeister auf einen Teil seiner Amtszeit verzichtet, und stattdessen früher zur Wahl antrete, was der Stadt Kosten von mindestens 40.000 Euro erspare. Den Schwarzen Peter für die Verschuldung der Stadt verteilte Weinen zügig: „Vorrangig die SPD hat Schulden auf Teufel komm raus gemacht.“ So habe die CDU „so manchem Haushalt wegen der zu hohen Schulden nicht zugestimmt“.

Der frühere Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll (SPD) habe geplant, das Kanalnetz zu verkaufen, „um noch mehr Geld aus dem Fenster werfen zu können.“

Auch die Derivatgeschäfte lastete der CDU-Vorsitzende alleine den Sozialdemokraten an, ebenso wie ein „überdimensioniertes Schulzentrum“ und die fehlenden Instandhaltungen. „Die Kassen der Stadt waren nach der Kommunalwahl so leer, dass kein ausgeglichener Haushalt möglich war“, schloss Weinen, der Paul Schmitz-Kröll anlastete, dass dieser „nicht alle notwendigen Informationen zur Verfügung gestellt hat, um das wahre Ausmaß ermessen zu können.“

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