Eschweiler - Zwölf neue Nachtseelsorger helfen im Hospital

Zwölf neue Nachtseelsorger helfen im Hospital

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
17218816.jpg
Christlicher Segen: Zehn von zwölf der neuen nächtlichen Seelsorger im St.-Antonius-Hospital wurden im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Hospitalkapelle beauftragt. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Sie sind bereit, Menschen, die des Zuspruchs bedürfen, ein Stück auf deren Weg zu begleiten, ihnen Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, schlicht und einfach „da zu sein“.

Mit Birgitt Bertrams, Sabine Cremer, Doris Daschkeit, Martin Etzbach, Carmen Lehmann-Kadrolli, Gudrun Mauermann, Doris Schaaf, Petra Schumacher, Fred Schumacher und Ralph Stickel wurden jetzt zehn von zwölf der neuen ehrenamtlichen nächtlichen Seelsorger des St.-Antonius-Hospitals im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Hospitalkapelle beauftragt. Birgit Brand und Jacek Katzmarzyk werden ihre Ernennungen zu nächtlichen Seelsorgern zu einem späteren Zeitpunkt entgegennehmen.

„Der heutige Tag ist für das St.-Antonius-Hospital ein guter und wichtiger Tag“, begrüßte Pfarrer Christoph Graaff, der die Heilige Messe gemeinsam mit Pfarrer Michael Datené und Pastoralreferent Christian Hohmann sowie unterstützt von Gemeindereferent Thomas Kolligs zelebrierte, die zu diesem Zeitpunkt noch angehenden Seelsorger und zahlreiche weitere Gläubige.

„Sie wollen für Menschen da sein, wenn die Dunkelheit kommt“, betonte der Geistliche. Christian Hohmann erklärte zu Beginn seiner Predigt, die ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger seien „ein Geschenk für die gesamte Gemeinschaft“ der Menschen und gab ihnen drei Hinweise mit auf den Weg. „Zu ihrem Dienst wird das Wahrnehmen gehören. Ein Mensch bedarf der Nähe, der Berührung, des Halts und der Aufmunterung, um Leben zu können“, so der katholische Pastoralreferent.

Heilung könne nur dort stattfinden, wo eine Begegnung gelinge. Seelsorger zeichneten sich dadurch aus, dass sie uneingeschränkt bereit seien, Menschen ein Stück auf deren Weg zu begleiten, mitzugehen und zuzuhören.

„Was kann heilsamer sein?“, fragte Christian Hohmann die Gemeinde, um unmittelbar darauf die „Stärkung von außen“ als dritten zentralen Punkt zu benennen. „Eine zarte Berührung kann einen Menschen aus seiner Isolation herausholen, ihn ermutigen, aufrichtend und stärkend wirken“, unterstrich der Prediger. Doch natürlich gelte für die ehrenamtlichen Seelsorger der Grundsatz, auch auf sich selbst zu achten. „Sie können nicht alles mitnehmen, sie dürfen auch abgeben. Ihr Dienst beruht auf Gegenseitigkeit“, schloss Christian Hohmann seine Ausführungen.

Halbjähriger Hospitationskurs

Nach der Beauftragung der zwölf neuen ehrenamtlichen nächtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger, der ein halbjähriger Hospitationskurs unter der Leitung von Marita Born-Richardy und Anne Kurlemann sowie zahlreiche Gespräche mit dem Seelsorge-Team des St.-Antonius-Hospitals vorangingen, befinden sich nun 29 Nachtbegleiter im Dienst.

Ein Umstand, den Pfarrer Michael Datené in seinem kurzen Grußwort herausstellte. „Seit meiner Ankunft in Eschweiler fasziniert mich das ehrenamtliche Engagement der Indestädter.“ Die nächtlichen Seelsorger hätten sich „ansprechen und ausbilden lassen“ und stolperten so keinesfalls in einen Dienst hinein. Darüber hinaus sei das ökumenische Geschehen vor Ort herausragend. „Durch das verbindende Miteinander entfacht Eschweiler zahlreiche Leuchtfeuer, durch die deutlich wird, dass wir als Christen zusammenstehen“, so der Kuratoriumsvorsitzende.

Elmar Wagenbach betonte als Geschäftsführender Vorstand, stolz zu sein, dass das St.-Antonius-Hospital es sich leisten könne, den Menschen in den Fokus zu stellen: „Ein Krankenhaus als Ort gelebter Caritas ist nur möglich, wenn sich dessen Mitarbeiter und Ehrenamtler berufen fühlen!“

 

Die Homepage wurde aktualisiert