Zwischen Himmel und Erde

Von: zsa
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Dr. Klaus Lumma alias Fats von
Dr. Klaus Lumma alias Fats von Gerolstein (Mitte) und sein ReNew Orleans Ensemble begeisterten das Publikum beim zweiten Burgmusik-Konzert in der evangelischen Auferstehungskirche Weisweiler. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler. Wie kann man das 50-jährige Bestehen der evangelischen Kirchengemeinde Weisweiler-Dürwiß am besten feiern, dachte sich Pfarrer Wolfgang Theiler. Doch die Antwort lag auf der Hand: mit einem Konzert.

So entstand die Idee für das zweite Burgmusik-Konzert, welches nun in der evangelischen Auferstehungskirche Weisweiler stattfand.

Doch nicht irgendeine Band sollte spielen. Pfarrer Theiler wollte zu diesem besonderen Anlaß, zur Geburtstagsfeier seiner Kirchengemeinde, unbedingt eine Eschweiler Band, die das „irdische mit dem himmlischen und das lokale mit dem internationalen verbindet”, präsentieren. Und wer wäre dafür besser geeignet als der in Eschweiler stadtbekannte Jazz-Musiker Dr. Klaus Lumma alias Fats von Gerolstein und sein „Fats & Friends ReNew Orleans Ensemble”?

Gesagt, getan. Fats & Friends begeisterten das Publikum in der voll besetzten Weisweiler Auferstehungskirche von der ersten Minute an. Allein zum Auftakt spielten die sieben Jazzmusiker fast eine Viertelstunde am Stück und boten mit „Bill Bailey, wont you please come home” den Zuhörern schon einige beachtliche Soli der einzelnen Instrumente dar. Fats & Friends, das sind: Dr. Klaus Lumma alias Fats von Gerolstein (Trompete und Gesang), Stief Behnke (Posaune und Gesang), Klaus Dieter George (Klarinette), Kalle Rademacher (Kontrabaß und Gesang), Manfred Balkowski (Banjo und Guitarre), Dr. Wolfram Limberg (Schlagzeug) und Hans-Peter Schüller (Piano).

„Das war mal ein Orgelspiel”, kommentierte Pfarrer Wolfgang Theiler den gelungenen Auftakt des ReNew Orleans Ensembles. Er freute sich darüber, dass die Stadtverwaltung nicht nur seiner Einladung zur Burgmusik gefolgt war, sondern auch seiner Bitte, dass nach 50 Jahren auch endlich Hinweisschilder von der Hauptstraße in Weisweiler den zu seiner Kirche zeigen mögen. Und bereits am Samstagmorgen war die Stadt dieser Bitte nachgekommen und hatte drei Schilder angebracht, auch zur katholischen Kirche St. Severin, für die Pfarrer Theiler gleich mitangefragt hatte.

Mit den typischen melancholischen Blues-Stücken wie „Birth of the Blues”, den traditionellen New Orleans Hymnen wie „Leave me, guide me” und den Klassikern wie „Basin Street Blues”, präsentierte das ReNew Orleans Ensemble um Fats eine Reihe klassischer Jazzstücke, die das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes „bewegte”: Kaum ein Fuß, der nicht im Takt wippte, kaum ein Kopf der nicht im Rhythmus mitschwang. Und zum Geburtstag der Kirchengemeinde gab es natürlich auch ein Ständchen - „Happy Birthday to you” im Jazzstil.

Neben der Musik, die die Zuhörer auf eine musikalische Reise zu den Wurzeln des Jazz in New Orleans mitnahm, gab es auch einige erklärende Worte von Fats von Gerolstein, der zu der Geschichte einiger Songs, als auch zur Historie von New Orleans selbst, etwas erzählte. Jeder, der Fats kennt, weiß um sein Engagement für New Orleans: So ist er u.a. mit dem ReNew Orleans Ensemble unterwegs, um Spenden für den Wiederaufbau der Geburtsstadt des Jazz, die 2005 durch Hurrikan Katrina zerstört wurde, zu sammeln. Daher wird auch der Erlös aus den Eintrittsgeldern dieses Jubiläumskonzerts Fats von Gerolsteins karitativen Projekten zugute kommen.

Schließlich wollte sich Fats mit „Precious Lord take my hand” verabschieden. Doch da hatte er die Rechnung ohne das Publikum gemacht, das ihn uns seine Mitstreiter nicht ohne eine Zugabe gehen lassen wollte. Und so gab es gleich zwei Zugaben in einer: Das ReNew Orleans Ensemble verband „When the Saints” und „Mama dont allow no Jazz playin in here” auf ganz besondere Weise und setzte einen besonderen Schlußpunkt unter einen Abend musikalischer Höchstleistungen und bester Stimmung.
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