Eschweiler - Zweiter Versuch: Mega-Transport verlässt Eschweiler

Zweiter Versuch: Mega-Transport verlässt Eschweiler

Von: Andreas Cichowski
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schwertransport Eschweiler
Achtung, Überlänge: Stolze 52 Meter lang und 55 Tonnen schwer war die Ladung des Schwertransports, der in der Nacht zum Freitag in Eschweiler abfuhr. Foto: Andreas Cichowski

Eschweiler. Gerade eine Woche ist es her, als zwei übergroße Schwertransporte mit Ladungen von sechs Metern Breite und ebensolcher Höhe durch die Region rollten. In der Nacht zu Freitag versammelten sich erneut Schaulustige, um einen Riesentransport zu bestaunen. Diesmal machten jedoch nicht Höhe und Breite dem erfahrenen Team zu schaffen.

Eine sogenannte Kolonne - ein langgestrecktes Industriebauteil mit stolzen 52 Metern Länge - für ein Chemieunternehmen in Los Angeles musste von ihrem Produktionsort bei der F. A. Neuman GmbH in Eschweiler nach Krefeld gefahren werden, wo sie auf ein Schiff verladen werden soll.

Eigentlich sollte die Kolonne längst in den USA angekommen sein. Bereits im März hatte der Konvoi das Werksgelände verlassen, kam jedoch nicht weit. Nach nur wenigen Metern auf öffentlicher Straße rutschte die Ladung wegen eines technischen Defektes ab und blieb auf dem gegenüberliegenden Parkplatz eines Supermarktes liegen. Ein Kran musste anrücken. Die 55 Tonnen schwere Kolonne wurde erneut auf die Transportfahrzeuge verladen und zur Reparatur zurück in die Werkshallen gebracht.

Nun wagte ein zweites Transportunternehmen das schwierige Unterfangen: die Spedition Bohnet. Langsam und knirschend rollte das Gespann auf seinen insgesamt 22 Achsen rückwärts über die Straße auf den benachbarten Parkplatz. Hinzu kam die Zugmaschine - und vorwärts ging es den Sticher Berg hinauf. Viel zeitaufwendiges Rangieren war nötig, doch der zweite Anlauf glückte problemlos.

Die erste Engstelle war gerade gemeistert, da kam auch schon die nächste auf die Fahrer und ihre Begleiter zu: die S-Kurve am Sticher Berg. Während ein Fahrer in der Zugmaschine vorne die Lenkung einschlug, steuerte der zweite Fahrer den hinteren Teil des Transportsystems zusätzlich mit Hilfe einer Fernsteuerung.

Dabei ragte der mittlere Teil der Röhre teilweise weit über die Leitplanke hinaus. Doch das schwierige Manöver gelang, und der Transport konnte die Fahrt im Schritttempo fortsetzen. Nächstes Ziel: der Hafen von Krefeld.

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