Eschweiler-Hehlrath - Zweiter Anlauf beim Nadelöhr: Verkehr soll ruhiger werden

Zweiter Anlauf beim Nadelöhr: Verkehr soll ruhiger werden

Von: Sonja Essers
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Ganz schön eng: Die Einfahrt zur „An der Fauch“ lässt nicht viele Ausweichmöglichkeiten. Zu gefährlich sei sie, sagen Anwohner. Foto: Essers

Eschweiler-Hehlrath. Einige Anwohner der Velauer Straße und der Straße „An der Fauch“ sind sich sicher: Dort muss dringend etwas geändert werden. Da die Verkehrsbelastung unzumutbar sei, fordern die Anwohner eine Verkehrsberuhigung der beiden Straßen. Aus diesem Grund fand am Dienstagabend ein Treffen bei Anwohnerin Birgit Heiß statt.

Mit von der Partie waren auch Willi Bündgens, CDU-Fraktionsvorsitzender, Frank Laufs sowie Christian Braune, FDP-Fraktionsvorsitzender. Die beiden Parteien wollen mit einem Antrag an den Planungs- und Bauausschuss dafür sorgen, dass dem Thema mehr Beachtung geschenkt wird.

Georg Jost ist es satt. Für die Anwohner der Velauer Straße und „An der Fauch“ sei ab 5 Uhr am Morgen an Schlafen nicht mehr zu denken. Durch die hohe Verkehrsbelastung, die an den beiden Straßen aufkomme, seien Kinder und ältere Menschen gefährdet. Schließlich ist in der Einbahnstraße „An der Fauch“ kein Bürgersteig vorhanden.

Auch Häuser seien schon mehrfach beschädigt worden. Bereits im April stellte Jost deshalb einen Antrag an Bürgermeister Rudi Bertram. Eine Ortsbegehung des Ordnungsamtes war diesem vorausgegangen. Zwar war der Antrag auch im Planungs- und Bauausschuss Thema, getan habe sich jedoch nichts, bemängelt Jost.

Runder Tisch

„In meinen Augen ist dies eine Gefahrenstelle“, sagt Georg Jost, der von weiteren Anwohnern unterstützt wird. Bisher habe man die entstandenen Schäden selbst getragen, doch das soll sich künftig ändern. „Wer trägt die Kosten, wenn sie nicht von uns verursacht worden sind?“, fragt Jost. Doch der Anwohner will nicht nur Forderungen stellen, sondern auch selbst konstruktiv sein.

Aus diesem Grund hat er Anwohner und Politiker zu einem runden Tisch eingeladen und präsentiert verschiedene Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung. „Mir persönlich wäre ja eine Sperrung der Straße am liebsten“, gesteht Jost, der mit diesem Vorschlag jedoch auf Kritik der anderen Anwohner stößt.

„Warum kann hier nicht mal geblitzt werden? Das kostet die Anlieger kein Geld und die Stadt verdient auch noch daran“, schlägt ein weiterer Anwohner vor. Schließlich werde die Straße zum größten Teil von Leuten aus St. Jöris und Kinzweiler als Abkürzung genutzt. „Wir wollen diese Abkürzung unattraktiv machen“, sagt Jost und fügt hinzu: „Schrittgeschwindigkeit muss hier auf jeden Fall sein. Es ist nur die Frage, ob das auch ausreicht.“

Bevor konkrete Lösungsvorschläge gemacht werden, solle man sich jedoch zunächst mit Polizei und Ordnungsamt zusammensetzen, schlägt Willi Bündgens vor. „Wir kriegen keinen Schuh daraus, wenn wir diese Leute nicht an einen Tisch holen“, sagt er. Sein Vorschlag: eine Ortsbegehung mit Polizei, Ordnungsamt, Politikern und Anwohnern. Dem stimmt auch Braune zu.

Gemeinsam wollen die beiden Parteien nun einen Antrag an den Verwaltungschef stellen. „Da muss eine Lösung hin. So wie es ist, kann es ja nicht bleiben“, meint Bündgens. Unterstützung hat Jost. 66 Anwohner unterschrieben seinen Antrag im April. Nun hoffen sie auf die Hilfe der Politiker. „Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass alles so bleibt wie es ist“, sagt Jost.

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