Eschweiler - Zweite Carsharing-Station am Talbahnhof eröffnet

Zweite Carsharing-Station am Talbahnhof eröffnet

Von: tob
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Die zweite Carsharing-Station in Eschweiler ist eröffnet. Die Initiatoren freuen sich, dass das Projekt so gut angenommen wird.

Eschweiler. So ganz sicher, ob das Projekt in Eschweiler angenommen würde, waren sich die Initiatoren nicht, als sie die erste Carsharing-Station in Eschweiler vorantrieben. Jetzt steht fest: Die Indestadt ist reif für Carsharing und aus diesem Grund wurde nun die zweite Station eröffnet. Damit soll jedoch längst nicht Schluss sein.

„Für uns alle war das ein Experiment“, sagte der Technische Beigeordnete Hermann Gödde bei der Eröffnung der Station am Talbahnhof. Ein Experiment, das offensichtlich gelungen ist. Gisela Warmke, Geschäftsführerin von Cambio Aachen, dem Betreiber der Stationen, sagte, dass sie auf Grund der nun 25-jährigen Erfahrung der Firma zurückhaltend gewesen sei. Eigentlich lohne sich Carsharing nur in Städten ab 100 000 Einwohnern. 53 Bürger nutzen Carsharing in Eschweiler, davon ist rund die Hälfte bei der Stadtverwaltung angestellt.

Mit der zweiten Station und zwei weiteren Autos (ein Auto wird von 20 bis 30 Menschen genutzt) sollen nun neue Kunden gewonnen werden. „Wir haben noch kein Netz, sondern lediglich zwei Stationen. Ab der dritten wäre es ein Netz“, sagte Gisela Warmke. Ein Netz wird auch von allen Initiatoren angestrebt. Ob sich Carsharing rechnet, können Neueinsteiger in Eschweiler bis zum 30. Juni ohne Anmeldegebühr (30 Euro) testen. Jörg Drescher nutzt Carsharing bereits und aus seiner Sicht rechnet es sich auf jeden Fall. Den Firmenwagen hat er abgeschafft und er erklärt, dass er bis zu 500 Euro monatlich spare.

„Die Nutzung der Cambio-Fahrzeuge zu Dienstzwecken hat sich als echte Alternative zur bisherigen Nutzung von eigenen Dienstfahrzeugen oder dem privaten Pkw herausgestellt. Flexibel, problemlos buchbar, umweltfreundlich und kostengünstig“, beschreibt es Hermann Gödde. Zudem ersetze ein Carsharing-Fahrzeug im Schnitt elf Privatwagen und reduziere damit auch den Parkdruck gerade in der Innenstadt.

Zwei Kleinwagen stehen den Nutzern künftig am Talbahnhof zur Verfügung, an der Station am Rathaus, die im Herbst 2014 eröffnet wurde, ist es ein weiterer Kleinwagen sowie ein Elektroauto. Schon jetzt frohlockt Gisela Warmke: „Je größer das Netz, desto größer die Flotte.“ Will heißen: Kommen weitere Stationen dazu, stehen dann vielleicht auch andere Fahrzeugtypen zur Auswahl.

Wohin die dritte (und dann die vierte etc.) Station kommt, wird davon abhängen, aus welchen Teilen Eschweilers sich Bürger anmelden. Claudia Strauch von der Städteregion, die das Projekt fördert, setzt fest darauf: „Wir wollen das Fahren ohne eigenen Wagen attraktiv gestalten. Wir müssen Alternativen schaffen.“ Der Anfang in Eschweiler ist gemacht.

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