„Zwei Seelen und ein Geist“: Fabian Kleiker legt erstes Buch vor

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
6839714.jpg
Der lange Weg zum Erstlingswerk: Fabian Kleikers schreibt sein Buch „Zwei Seelen und ein Geist“ bereits im Jahr 2009. Nun ist es auf dem Markt. Foto: Daniel Gerhards

Eschweiler. Eigentlich ist er ein „cooler Typ“. Aber es läuft nicht alles so, wie er es sich vorstellt. Jonas ist 32 Jahre alt, arbeitsloser Informatiker, genervt vom Leben und die Hauptfigur in Fabian Kleikers erstem Buch „Zwei Seelen und ein Geist“.

Die Geschichte ist zuweilen skurril, „abgefahrenes Zeug“, wie Kleiker selber sagt. Nachdem Jonas mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert wird, entdeckt er eine Fähigkeit: Er kann sich in einer „Zwischenwelt“ bewegen, so als betrete er seinen eigenen Traum. Dabei erkundet er ein großes ihm unbekanntes Gebäude und sieht Szenen aus seiner Vergangenheit.

Irgendwann bemerkt er, dass er Dinge aus dieser Zwischenwelt mit in die Realität nehmen kann. Also nimmt er eine Rose für seine Freundin mit. Aber die wird ihm zum Verhängnis. Wo hat der eigentlich ans Bett gefesselte Jonas die Blume her?, fragt sich die verdutzte Freundin.

Den Entschluss ein Buch zu schreiben, hat Kleiker sehr spontan gefasst. „In meiner Kindheit habe ich verdammt viel gelesen. Später hat der Computer die Bücher abgelöst“, sagt er. Bis sein Bruder ihm Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ schenkt. Ihm gefällt vor allem: der Stil der Autorin. Dann liest er ein anderes Buch, diesmal gefällt ihm die Geschichte, aber es ist zu langatmig geschrieben. „Ich dachte mir: Das geht besser. Das probiere ich mal aus“, sagt Fabian Kleiker.

Die Nacht durchgeschrieben

Also setzt er sich hin und schreibt. Ohne eine Geschichte im Kopf zu haben. „Ich habe Word aufgemacht und angefangen“, sagt er. Die Geschichte entwickelt sich dann beim Schreiben. „In meinem Kopfkino ist ein Film abgelaufen, ich habe einfach mitgeschrieben“, sagt Kleiker. Es dauert eineinhalb Tage, dann ist das Manuskript fertig. „Ich habe die ganze Nacht durchgeschrieben“, sagt er. Er habe nur einmal zwischendurch geschlafen, 14 Stunden am Stück vor dem Computer verbracht. Ein paar Wochen braucht er, um seinen Text zu überarbeiten.

Dann schickt er die Geschichte zu acht Verlagen. Ohne Erfolg. Die meisten antworten gar nicht. „Das ist schon frustrierend. Besonders diese Ungewissheit – kommt was, kommt nichts?“, sagt er. Das war im Jahr 2009. Er legt das Manuskript zunächst wieder in die Schublade. Bis er von Self-Publishing-Verlagen hört.

In einem solchen Verlag erscheint das Werk, es hat eine ISBN-Nummer, ist im Buchhandel und im Internet erhältlich, auf der Titelseite ist ein Bild zu sehen, dass Kleiker vom Dach seiner Eltern aus gemacht hat. Und das Wichtigste: Auf dem Einband steht sein Name. „Das ist schon ein extrem guter Moment, sein eigenes Buch in der Hand zu halten“, sagt Kleiker. Dabei war nicht mal der Erste, der es hatte. Einige Arbeitskollegen hatten es gleich bestellt und noch vor dem Autor bekommen. Kleiker bekommt es fünf Tage später – und ärgert sich.

Die Schwierigkeiten eines Autors

Kleiker weiß heute, wie schwierig es ist ein Buch zu schreiben, es zu überarbeiten, einen Verlag zum Druck zu bewegen. Trotzdem hat er schon eine zweite Geschichte zu Papier gebracht. „Prinz Poldi“ soll das Buch heißen. Genauso wie das Zwergkaninchen, das durch seine Wohnung hoppelt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert