„Zwei bessere Herren“: Altes Thema, moderne Kulisse

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Eschweiler. Der Literaturkurs 2 der Bischöflichen Liebfrauenschule führt am Mittwoch, 18. Juni und am Montag, 23. Juni ein Gesellschaftsstück auf, das zu den berühmt gewordenen Werken des Aachener Autors Walter Hasenclever (1890 – 1940) zu rechnen ist. Die Zuschauer erwartet allerdings eine von den Schülern selbst experimentell erarbeitete, moderne Variante.

So heißt der Titel auch nicht „Ein besserer Herr“, sondern „Zwei bessere Herren“, da im Mittelpunkt nicht der Heiratsschwindler Hugo steht, sondern diese Hauptrolle gesplittet wurde.

In der Version der Eschweiler Schüler sind die Brüder Nico (Wäschenbach) und Chris (Besgens) die Schlitzohren. Heutzutage ist eben Teamwork angesagt, und entsprechend wurde das Lustspiel, das 1926 uraufgeführt wurde, aktualisiert. Statt der damals modernsten Bürotechnik, also der Schreibmaschine und des Wandtelefons, greifen die Schüler auf moderne Computer und Handys zurück. Eines ist aber gleich geblieben: Die Liebe der Millionärstochter Lia (gespielt von Lea Terhaag) bringt alles durcheinander.

Kursleiter Heinz-Theo Frings, für den diese Aufführung die 20. Inszenierung an der Liebfrauenschule wird, hat besonderen Wert auf die experimentelle Erarbeitung der Szenen im Sinne des Epischen Theaters Bertolt Brechts gelegt und die Situationen auf der Bühne in Interaktion mit den Schülern entwickelt. „Dabei haben sich szenische Momente ergeben, wie man sie aus der späten Renaissancemalerei, so etwa auf Portraitbildern der späten Antwerpener Malerschule, findet, das Ganze dann aber fließend in modernen Aktionismus übergehend, sodass hier vom Verhalten der Personen her eine alte bürgerliche Welt mit dem Hype der Moderne verschmilzt“, sagt Heinz-Theo Frings.

Karten gibt es bei den Kursmitgliedern, den Kursleitern und in der Mensa der Liebfrauenschule. Beginn der Aufführungen ist jeweils um 19.30 Uhr, der Einlass erfolgt um 19 Uhr. Das Stück dauert mit einer viertelstündigen Pause, in der es auch Getränke gibt, etwa zwei Stunden.

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