Eschweiler - Zur Krankheit kommen oft finanzielle Sorgen

Zur Krankheit kommen oft finanzielle Sorgen

Von: ph
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Eschweiler. Gespannt lauschten die vielen Mitglieder des Frauenkreises der evangelischen Kirchengemeinde den Worten von Elke Henche.

Pfarrerin Ulrike Sommer hatte die Fachfrau eingeladen, die im Martin-Luther-Haus zu einem schwierigen Thema sprach: „Leben mit einem schwerkranken Kind”.

Beratungsdienst

Elke Henche wusste, wovon sie sprach. Schließlich war sie über Jahrzehnte verantwortlich für die Kinderintensiv-Station in der Uni-Klinik Aachen.

Vor 15 Jahren gründeten betroffene Eltern, Mediziner, Krankenschwestern und Seelsorger des Klinikums Aachen mit mehreren niedergelassenen Kinderärzten den Förderkreis „Schwerkranke Kinder”.

Die vielseitigen Hilfeleistungen dieser Einrichtung, der Elke Henche mit einem versierten Team vorsteht, brachte die Fachfrau den vielen Anwesenden näher.

Es gebe viele Mädchen und Jungen, die an schwerwiegenden Krankheiten leiden. „Hier hilft unser Verein”, erklärte sie. „Wir vertreten die Belange schwerkranker Frühgeborener, Neugeborener, Kleinkinder bis zum Jugendlichen und geben ihren Eltern Hilfestellungen.”

Außerdem wurde ein Beratungsdienst von Eltern für Eltern eingerichtet sowie ein Betreuungsdienst, der aus Krankenschwestern mit Intensivpflegeerfahrung besteht und sich um schwerkranke oder behinderte Kindern - auch durch Verkehrsunfälle Betroffene - in ihren Familien kümmert.

Ansprechpartnerin des Betreuungsdienstes für Eschweiler ist Brigitte Vlaovic, 34870. „Nicht selten erfahren die Familien große Einschränkungen”, stellte Elke Henche außerdem fest. „Oft kommen zu den psychischen und physischen Belastungen noch bedrängende finanzielle Probleme. Der Förderkreis hilft auch hier nach seinen Möglichkeiten, außergewöhnliche Belastungen zu überbrücken.” Als weitere Aufgaben sieht sie eine Förderung und Weiterbildung des Personals auf der Neugeborenen- und Kinderintensivstation am Klinikum Aachen oder die Unterstützung der Forschung im Zusammenhang mit dem „Plötzlichen Säuglingstod” sowie Hilfestellung für die Eltern, deren Kinder gefährdet sind.

Der Frauenkreis um Pfarrerin Ulrike Sommer braucht dringend Verstärkung, um dem immensen Angebot, das er Jahr für Jahr macht, gerecht zu werden: „Denn es sind noch viele wichtige Themen zu bearbeiten.”
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