Zum elften Mal beginnt der Straßenkarneval in Ost mit dem Kinderzug

Von: fe
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Jetzt geht es endlich los: Abmarsch der Kinder vom Schulhof Eduard-Mörike-Straße. Foto: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf

Eischwiele-Ost. So viel Spaß im Zug und so wenige Zuschauer am Straßenrand! Bei Schneeregen und eisigem Nordwestwind zogen die Kinder der Grundschule Eduard-Mörike-Straße, aus dem Kindergarten Herz-Jesu und dem Familienzentrum „Wunderland“ der Arbeiterwohlfahrt am Donnerstag durch die Straßen des Stadtteils Eschweiler-Ost.

Kein schönes Wetter für den Jubiläums-Kinderkarnevalszug. Vor zehn Jahren, am Weiberfastnachtstag 2003, zog er zum ersten Mal durch Ost. Der Pfarrausschuss der damals noch selbstständigen katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu hatte ihn ins Leben gerufen und ist auch heute noch führend bei der Organisation. Prinz Karneval Wolfgang II. gab am Donnerstag um 9.20 Uhr auf dem Schulhof der Grundschule mit einem dreifachen „Eischwiele Alaaf“ das Startzeichen.

Zuvor hatte er Johannes Brosius vom Pfarrausschuss für seine Verdienste um den Karneval in Ost mit dem Prinzenorden ausgezeichnet. Brosius bedankte sich mit den ebenfalls schon traditionellen Selbstgebrannten. Natürlich erhielten auch Bürgermeister Bertram und Pfarrer Dr. Frick ein Fläschchen.

In den Schulklassen sah es aus wie in einer Theatergarderobe. Da war schon etwas vorgefeiert worden, und die Kinder aus den acht Grundschulklassen waren bester Laune. Dazu trug auch die Avalon-Dixieband von Max Krieger bei. Sie zog bereits eine halbe Stunde vor dem Start musizierend durch die Schulflure und Klassen, spielte dann flott auf dem Schulhof weiter und intonierte auch schon mal, als Pfarrer Dr. Frick eintraf, einen getragenen Choral: Lobe den Herren...

Wochenlang hatten sich die Kinder aus Eschweiler-Ost auf diesen Umzug am ersten Tag des Straßenkarnevals vorbereitet. Phantasievolle Kostüme wurden gebastelt und geschneidert, unter anderem gab es Krokodile, Schmetterlinge, Marienkäfer, Elefanten und Löwen zu sehen, aber auch Prinzessinnen, Heinzelmännchen, Piraten, Cowboys, Raumfahrer, Ritter, Clowns und Hexen. Auf 600 bis 700 Teilnehmer schätzte das Organisatorenteam den Zug.

Eine Spende des Lionsclubs ermöglichte es dem Organisationsteam, mehrere Musikgruppen zu engagieren, die den Kinderzug mit Karnevalsmusik begleiteten. Wie fast jedes Jahr mit dabei: Die Karnevalsgesellschaft Löstige Afrikaner mit ihrem Fanfarenzug. Der Musikzug der Eschweiler Feuerwehr, die Spielleute der „Braatschköpp“, die Musikanten der Scharwache und der Spielmannszug aus Röhe machten lautstark und fröhlich mit.

Wer trotz des miserablen Wetters am Straßenrand stand, durfte sich über einen Klümpchen-Segen freuen. Es ist ja bei so geringer Zuschauerzahl pure Verschwendung, das Wurfmaterial aufs Pflaster zu streuen – da sausen die Kinder lieber los und drücken den Zuschauern die Kamelle persönlich in die Hand oder füllen ihnen die Taschen. Dafür werden sie dann auch oft geherzt und gedrückt.

Gesichert wurde der Kinderzug von Helfern des Roten Kreuzes und der Polizei. Wie schon im vorigen Jahr führte der Zug auch in den östlichsten Teil des Stadtteils Ost, zur Siedlung Saarstraße. Dort kommt man nur hin, wenn man ein langes Stück auf der Dürener Straße marschiert, der Bundesstraße 264. Nicht alle Autofahrer dort fanden es lustig – aber immerhin saßen sie im Warmen, während es den Kinder auf dem langen Zugweg doch arg kalt wurde.

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