Zum Brautbesuch mit dem Fahrrad nach Köln

Von: jp
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Eschweiler. Es ist ein stolzes Jubiläum, das Marianne und Franz Mertens am kommenden Mittwoch feiern. Seit sechs Jahrzehnten ist das Paar nun glücklich verheiratet, diese Woche steht die Diamantene Hochzeit an.

Kennen gelernt haben die beiden sich auf dem Maiball 1947, die junge Kölnerin war mit anderen jungen Frauen in der Gegend unterwegs zum „Hamstern”. Der anstehende Maiball war da eine willkommene Abwechslung.

Eine durchtanzte Nacht reichte aus, damit Franz sich von nun an regelmäßig mit dem Fahrrad zu seiner Liebsten nach Köln-Bickendorf aufmachte. Seine Enkel staunen heute noch, wenn er von seinen Radtouren erzählt. „Ungefähr dreieinhalb Stunden hab ich da gebraucht”, sagt er stolz.

Es war eine andere Zeit, in der es eben auch üblich war bei den Brauteltern zu feiern. Deshalb heiratete das Paar zwei Jahre später, am 18. Februar 1949, auf dem Standesamt in Köln und einen Tag später in der Rochuskirche in Bickendorf.

Anschließend kamen sie nach Eschweiler um ihre Familie zu gründen. 1951 brachte Marianne ihre Tochter zur Welt. Sie war Hausfrau und Mutter, während Franz Mertens 37 Jahre lang als Vorarbeiter für die Rheinbraun tätig war.

Die Familie der Mertens ist gewachsen, sie haben vier Enkel und drei Urenkel. Die drei jüngsten Familienmitglieder leben in der Nähe und bereiten den Beiden besonders viel Freude. Da wundert es nicht, dass das Paar sein Jubiläum mit der Familie und den engen Freunden feiern wird. Ausgesucht haben sie sich dafür den 1. März. Um 10 Uhr wird es eine Dankmesse in St. Bonifatius geben und anschließend, ab 11 Uhr, einen Empfang in der Gaststätte „Zur Walz”.

Obwohl das Ehepaar nach Dürwiß zog, blieben sie insbesondere im Karneval dem Geburtsort von Marianne treu. Lange Jahre waren sie Mitglieder der „Nejerköpp vum Eijelstein”. Neben dem Karneval hatten und haben die beiden noch einige andere Hobbies gepflegt. 19 Jahre lang sind sie jeden Sommer nach Gran Canaria geflogen. „Weil wir doch so gern am Strand sind!”, erklärt Marianne Mertens.

Auch am Strand des Rursees hat das Diamanthochzeiterpaar viele schöne Stunden verbracht. Regelmäßig fuhren sie zu ihrem Stellplatz in Woffelsbach am Rursee zum Camping. Es waren schöne jahre, erinnern sich beide.

Aber schließlich gaben sie ihren Camping-Stellplatz auf, als sie eine Parzelle in einer Schrebergartenkolonie zugeteilt bekamen. Erst als das Instandhalten des Gartens zu mühselig wurde, gaben sie diesen wieder ab.

Heute treffen sie sich gern mit Freunden und Bekannten zum Spielen. Montags spielen sie in einer Skatrunde und freitags gehen sie zum Bingo. Glück im Spiel und Glück in der Liebe, da gratuliert die Redaktion von Herzen.
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