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Zu Fuß nach Marrakesch: Comedian Sascha Korf im Talbahnhof

Von: se
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Comedian Sascha Korf begeisterte das Publikum im Talbahnhof mit seinem Programm „Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam“.

Eschweiler. Sascha Korf ist 45 Jahre alt, kommt aus Köln und ist von Beruf Comedian. Am Mittwochabend war Korf zu Gast im Kulturzentrum Talbahnhof und stärkte die Bauchmuskeln seiner Gäste mit seinem knapp zweistündigen Programm „Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam“, das viele Überraschungen versprach.

„Das Programm heute Abend ist interaktiv. Je mehr ihr mitmacht, umso länger wird es“, kündigte Korf bereits zu Beginn an. Damit der Comedian sein Publikum besser kennen lernte, durften sich die Gäste an den vorderen Tischen erst einmal vorstellen. Von Zurückhaltung war weder bei Korf noch bei seinen Gästen, die aus der ganzen Städteregion kamen, eine Spur. So entstand der ein oder andere lustige Dialog zwischen dem Künstler und seinem Publikum. Auch die Servicekraft des Talbahnhofs blieb nicht verschont und stellte sich den Gästen vor.

Nach diesem kleinen Warm-up legte Korf dann mit seinem Programm so richtig los. Er erzählte von seiner ersten Kreuzfahrt, einer sogenannten Rosamunde-Pilcher-Tour, und erklärte seinen Gästen, dass das Essen stets das Wichtigste an Bord sei. Dann kam der Comedian auf folgende Idee: „Ich fahre jetzt hier auf der Bühne in den Urlaub und nehme jemanden aus dem Publikum mit.“

Dieser Jemand war Dirk aus Eschweiler. Während Korf von einer Urlaubsreise nach Marrakesch berichtete, rief Dirk so lange „neue Wahl“ ins Mikrofon, bis Korf die Geschichte so erzählte, wie es ihm gefiel. So kam es, dass der Comedian zu Fuß bis nach Marrakesch laufen musste, in eine Moschee lief und einen Ring auf einem Basar klaute. Nicht nur das Publikum im Saal konnte sich die Lachtränchen kaum verkneifen, auch auf der Bühne wurde das ein oder andere Mal gelacht.

Doch es sollte noch besser kommen. Korf hatte sich zum Ziel gesetzt das deutsche Fernsehen zu revolutionieren. Auf Zurufe der Zuschauer entstand das Drehbuch zum Film „Verliere niemals deine Masche“. Mit Hilfe von Zuschauer Michael interpretierte Korf die Geschichte der Heldin Hildegard, die gerne häkelt, in verschiedenen Genres wie Comic, Thriller, Horror oder als Rosamunde-Pilcher-Verfilmung. Das Publikum war begeistert und klatschte kräftig Beifall.

Für die Pause hatte sich der Comedian dann noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Während er ein Gedicht über Zuschauerin Susanne schrieb, mussten die Besucher einen Satz aufschreiben, der nichts mit dem Abend zu tun hatte. Aus diesen trug er nach der Pause einen Monolog vor. Er fragte seine Gäste nach ihren Berufen und diese wiederum entschieden, dass er einen Monolog als Grabsteinverkäufer hallten solle.

Während sich die Zuschauer vor Lachen kringelten, lief Korf zu Höchstformen auf und war überrascht Sätze wie: „Möge die Macht mit dir sein“ oder „Dat Hemd hat Karos“ auf den Kärtchen vorzufinden. Zum Abschluss seines Programms versuchte der Comedian als Agent Jörg Grando aus Aachen Atlantis in Eschweiler zu finden. Währenddessen musste Zuschauer Stefan alle Geräusche nachahmen, die in der Szene vorkamen, vom Klingeln des Weckers bis hin zum Vogelgesang.

Für zwei Stunden Comedy vom Feinsten erntete der Comedian von seinem Publikum tosenden Beifall.

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