Zora del Buono: Über Respekt vor und Scheitern an der Natur

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Jülich/Eschweiler. Die Schweizer Schriftstellerin Zora del Buono steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Evangelischen Erwachsenenbildung. Ihre Beiträge passen so gut zum diesjährigen Leitthema der Erwachsenenbildung, „Viele Lebenswelten in der Einen Welt“, dass sie Kontakt zu ihr aufgenommen und sie nach Jülich zu einer Lesung eingeladen hat.

Gleich zwei Bücher wird del Buono vorstellen. Ihr Buch „Das Leben der Mächtigen“ schildert die Macht und Ohnmacht uralter Bäume in Beziehung zum Menschen. Darüber hinaus erschien ihre Novelle „Gotthard“ über die Nöte, Lieben und Leidenschaften der Bauarbeiter des längsten Tunnels der Welt. Was die beiden so ungleichen Bücher verbindet: das Verhältnis von Mensch zu großer Natur, der Respekt vor ihr, aber auch das Scheitern an ihr. Das Staunen über die botanischen Eigenheiten 5000 Jahre alter Bäume, das Horchen auf die Geschichten, die diese 15 Baumgiganten uns erzählen könnten, ist genauso bewegend wie das Hineinhorchen in die Seelen der Protagonisten am Südausgang des Gotthard-Tunnelportals. Die Veranstaltung findet im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30 in Jülich am Freitag, 12. Februar, 18 Uhr, statt. Anmeldung Telefon 02461/9966-0, Mail: eeb@kkrjuelich.de.

Architektin in Berlin

Zora del Buono wuchs in Bari und Zürich auf. Ihre Schulzeit verbrachte sie in Zürich; auf dem Gymnasium war Nikolaus Gelpke ihr Mitschüler.

Sie studierte Architektur an der ETH Zürich und an der Universität der Künste Berlin; ihr Studium schloss sie 1990 mit dem Diplom ab. Von 1990 bis 1995 war sie als Architektin in Berlin tätig.

1996 gründeten Gelpke, Zora del Buono und der frühere Spiegel-Dokumentar Michael Rittendorf die deutsche Kultur- und Reisezeitschrift Mare. Sie arbeitete als Kulturredakteurin und war von 2001 bis 2008 stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift.

Seit 2008 ist sie als Autorin freischaffend tätig. Ihren Debütroman Canitz’ Verlangen legte sie 2008 vor. 2010 folgte ihr zweiter Roman Big Sue.

Ihr Reisebuch Hundert Tage Amerika: Begegnungen zwischen Neufundland und Key West wurde als literarisches Reisebuch mit dem ITB Buchaward 2012 ausgezeichnet.

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