Zipora Rafaelov: Ausstellung in der Galerie Art Engert

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Zipora Rafaelovs Werke sind noch bis Sonntag in der Galerie Art Engert zu sehen.

Eschweiler. Kunstpreise haben sehr ambivalente Eigenschaften. Eigentlich ist Kunst nicht preisfähig und preiswürdig. Kunst steht für sich selbst, ist die Aussage des Künstlers und erstrebt keine Auszeichnung im Rahmen eines Wettbewerbs.

Das ist die eine Seite, auf der anderen Seite gibt es nicht wenige Kunstpreise und einige von ihnen sind sehr begehrt und einer der angesehensten unter ihnen ist der Rheinische Kunstpreis, der alle zwei Jahre vergeben wird. Zur Trägerin des Rheinischen Kunstpreises 2014 ist die in Düsseldorf lebende und arbeitende Künstlerin Zipora Rafaelov, eine Künstlerin der Galerie Art Engert, ernannt worden.

378 Bewerbungen

Nach einer ganztägigen Sitzung in Siegburg kürte die Jury unter Vorsitz von Dr. Gabriele Uelsberg, der Direktorin des LVR-Landesmuseums Bonn, einvernehmlich die neue Preisträgerin. Im Sommer des Jahres hatte der Rhein-Sieg-Kreis zum siebten Mal den Rheinischen Kunstpreis ausgeschrieben. 378 Künstlerinnen und Künstler bewarben sich um den mit einem Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro dotierten Preis.

In der Begründung der Jury zur Wahl von Zipora Rafaelov heißt es unter anderem: „Sie ist national und international bekannt aufgrund ihrer unverwechselbaren Bildsprache, in der sie skulpturale und grafische Elemente miteinander in Beziehung setzt und diese zum Teil in großen Rauminstallationen umsetzt. Sie schafft dabei mit Licht und Schatten Werke mit großer Imagination, die den Betrachter in eine andere Welt versetzen.

Zipora Rafaelovs Farben, die sie in ihren Werken verwendet, sind fast ausschließlich Weiß, ganz selten Schwarz, aber immer Licht und Schatten. Die Objekte, die sie in ihren Bildwerken verwendet, stammen aus der Ikonographie des Alltäglichen. Dinge des täglichen Gebrauchs, Tiere, Spielzeuge, Musikinstrumente und anderes, die jeder sofort erkennt, deren Kombination aber eine Unzahl von Geschichten lebendig werden lässt.“

Die Galerie Art Engert zeigt derzeit in einer Ausstellung mit dem Titel „Schatten Spiele“ Scherenschnittarbeiten und Cutouts der Künstlerin. Die Galerie gibt aus Anlass der Preisverleihung und zu Ehren der Künstlerin am 25. Januar, 17 Uhr, einen Empfang, zu dem sie die Freunde der Galerie und die Bewunderer der Künstlerin eingeladen hat.

Zipora Rafaelov wurde 1954 geboren in Beer-Sheva, Israel, sie begann 1973 ein Studium der Journalistik und Ökonomie an der Universität in Tel-Aviv, das sie nach zwei Jahren abbrach. Während ihrer Tätigkeit als Chefsekretärin in einer Fabrik für Gewächshäuser besuchte sie ab 1976 für vier Jahre ein Abendstudium am Institut für Schöne Künste in Bat-Yam.

Seit 1981 in Deutschland

1981 übersiedelte sie nach Deutschland und besuchte für sechs Jahre die Kunstakademie in Düsseldorf, wo sie Zeichnung und Bildhauerei studierte. Sie schloss ihr Kunststudium als Meisterschülerin ab und erhielt 1988 ein Arbeitsstipendium der Hedwig- und Robert-Samuel-Stiftung in Düsseldorf. Seitdem ist die Künstlerin international tätig.

Das Oeuvre der Künstlerin lässt sich in drei Werkgruppen einteilen: Die Faden-Form-Objekte, die im Raum montiert sind, Faden-Form-Objekte, deren Formen in einen Rahmen gespannt sind, sowie die Gruppe der plastischen Bilder. Die Ausstellung der Arbeiten von Zipora Rafaelov läuft bis zum 25. Januar.

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